Die deutschen Tennis-Damen gehen mit Respekt in die Erstrundenaufgabe im Billie Jean King Cup gegen Brasilien. Aber auch ohne Angelique Kerber träumen sie vom ersten Titelgewinn in dem Mannschaftswettbewerb seit 1992. "Es ist immer ein langer Weg. Es macht keinen Sinn, dass man schon ans Finale denkt", sagte die Schwäbin Laura Siegemund am Dienstag in Stuttgart. Mit Blick auf mögliche kommende Runden erklärte sie aber auch: "Es können Dynamiken entstehen, die man sich gar nicht vorstellen kann. Von dem her glaube ich auch, dass das nicht unrealistisch ist. Aber man muss anfangen und sich ganz konzentriert voran arbeiten."

Mehr Tennis-News

Angeführt von der kriselnden Dortmunderin Jule Niemeier (Weltranglisten-65.) und der Schwäbin Tatjana Maria (71.) trifft das deutsche Team am Freitag und Samstag in Stuttgart auf Brasilien. Die Südamerikanerinnen treten mit der Weltranglisten-14. Beatriz Haddad Maia an. "Sie ist immer für drei Punkte gut, aber das ist eine Spielerin, die müssen wir irgendwie knacken. Wir haben ein sehr komplettes Team, wir haben einen guten Teamgeist", sagte Teamchef Rainer Schüttler. "Mit Sicherheit keine einfache Aufgabe, aber eine lösbare Aufgabe."

Die Aufstellung will Schüttler erst mit der Auslosung am Donnerstag bekannt geben. Wimbledon-Halbfinalistin Maria empfahl sich in Bogotá mit ihrem dritten Turniersieg am vergangenen Wochenende für eine wichtige Rolle. "Unglaublich und toll, dass sie den Sieg vom letzten Jahr bestätigen konnte", sagte Schüttler, ließ aber auch ihren Einsatz offen: "Sie muss erst mal ankommen, hat noch keinmal trainiert."

Im vergangenen November hatten sich die deutschen Tennis-Damen in der Abstiegsrelegation mit einem 3:1 in Kroatien vor dem Absturz in die Zweitklassigkeit gerettet. Kerber fehlt derzeit wegen der Geburt ihrer Tochter Ende Februar.   © dpa

JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.