• 05:31 Uhr: ➤ Biles bedankt sich für Zuspruch nach Aussagen über mentale Probleme
  • 05:06 Uhr: 24 neue Corona-Fälle im Umfeld der Spiele
  • 03:49 Uhr: Beckenschwimmer Wellbrock verpasst Olympia-Medaille über 800 Meter
  • 03:10 Uhr: Rommelmann und Osborne holen Ruder-Silber in Tokio

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➤ Biles bedankt sich für Zuspruch nach Aussagen über mentale Probleme

Turn-Superstar Simone Biles aus den USA hat sich für den großen Zuspruch nach den offenen Worten über ihre mentale Gesundheit bedankt. "Die überströmende Liebe und Unterstützung, die ich erhalten habe, haben mir klar gemacht, dass ich mehr bin als meine Leistungen und das Turnen. Daran habe ich vorher nie wirklich geglaubt", twitterte Biles am Donnerstag.

Die 24-jährige Biles hatte wegen mentaler Probleme am Mittwoch ihren Start im Einzel-Mehrkampf bei den Olympischen Spielen in Tokio abgesagt. Einen Tag zuvor war die viermalige Olympiasiegerin aus dem Mehrkampf-Finale nach nur einem Gerät ausgestiegen.

"Ich sage, die mentale Gesundheit steht an erster Stelle. Daher ist es manchmal in Ordnung, die großen Wettbewerbe sogar auszusitzen, um sich auf sich selbst zu konzentrieren. Es zeigt, wie stark du als Wettkämpfer und Person wirklich bist anstatt sich einfach durchzukämpfen", hatte Biles gesagt und sprach vom "Kampf gegen Dämonen" vor dem Wettkampf.

Ohne sie hatten die anderen drei US-Teammitglieder Sunisa Lee, Jordan Chiles und Grace McCallum die Silbermedaille hinter den russischen Turnerinnen gesichert.

Die weiteren Olympia-News des Tages:

Lagenschwimmer Heintz nicht im Olympia-Finale

05:37 Uhr: Philip Heintz hat das Finale über 200 Meter Lagen bei Olympia in Tokio verpasst. Der 30-Jährige schlug am Donnerstag nach 1:58,13 Minuten an und war damit Siebter in seinem Halbfinale.

Schnellster war Wang Shun aus China mit einer Zeit von 1:56,22 Minuten. Jacob Heidtmann war trotz persönlicher Bestzeit im Vorlauf am Vortag ausgeschieden. Für Heintz sind es die letzten Olympischen Spiele der Karriere. Er war schon in London 2012 und 2016 dabei.

In Rio de Janeiro hatte der Heidelberger den sechsten Platz auf seiner Spezialstrecke belegt. Besser war in Brasilien kein deutscher Beckenschwimmer gewesen.

Amerikaner Dressel feiert Olympia-Gold über 100 Meter Freistil

05:28 Uhr: Caeleb Dressel hat bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille über 100 Meter Freistil gewonnen. Der 24 Jahre alte Amerikaner setzte sich am Donnerstag in olympischer Rekordzeit von 47,02 Sekunden knapp vor dem Australier Kyle Chalmers durch. Bronze ging an den Russen Kliment Kolesnikow.

Nach seinem Sieg schwang sich Dressel auf die Leine, die die Bahnen voneinander trennt, und reckte jubelnd beide Zeigefinger in die Luft. Mit "USA, USA"-Sprechchören feierte sein Team auf der Tribüne im Tokyo Aquatics Centre den Erfolg.

Für Dressel war es das erste Einzel-Gold bei Olympischen Spielen. In Tokio und 2016 in Rio de Janeiro hatte er insgesamt dreimal Gold mit Staffeln gewonnen.

Bei den vergangenen Weltmeisterschaften in Südkorea hatte er sechs Goldmedaillen geholt.

24 neue Corona-Fälle im Umfeld der Spiele

05:06 Uhr: Parallel zu den stark steigenden Corona-Zahlen in Tokio ist auch bei den Olympischen Spielen ein neuer Tages-Höchstwert an positiven Fällen registriert worden. Insgesamt 24 weitere Personen sind im Umfeld der Spiele positiv getestet worden. Das gaben die Organisatoren der Spiele am Donnerstag bekannt.

So viele Fälle sind seit Beginn der Erfassung am 1. Juli nicht an einem Tag verzeichnet worden. Unter den Positivfällen sind auch drei Athleten. Die Namen der Sportler werden von den Organisatoren nicht veröffentlicht.

Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 193. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 20 Athletinnen oder Athleten mit dem Coronavirus. I

m deutschen Team hatte es am vergangenen Freitag in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben. Die Hauptstadt Tokio hatte am Vortag mit 3.177 Neuinfektionen einen Höchstwert in der Corona-Pandemie vermeldet.

Das IOC sieht bislang keinen Zusammenhang mit den Olympischen Spielen. Soweit ihm bewusst sei, sei keine Infektion von Beteiligten an den Sommerspielen auf die japanische Bevölkerung übergegangen, sagte IOC-Sprecher Mark Adams. Bei den Spielen seien bislang 310.000 Tests durchgeführt worden, nur ein kleiner Bruchteil davon waren positiv.

"Ich bin sicher, dass die Olympischen Spiele keine Auswirkungen auf die Situation in den Krankenhäusern in Japan haben werden", ergänzte IOC-Chefmediziner Richard Budgett. Aktuell werden zwei Olympia-Fälle im Krankenhaus behandelt, keiner davon schwer.

Ruderer Zeidler verpasst olympisches Finale in Tokio

04:41 Uhr: Gold-Favorit Oliver Zeidler hat bei den olympischen Ruderwettbewerben in Tokio überraschend das Finale verpasst. Der 25-Jährige vom Donau-Ruder-Club Ingolstadt wurde am Donnerstag in seinem Halbfinale nur Vierter.

Um in den Endlauf am Freitag einzuziehen, hätte der Welt- und Europameister mindestens Dritter werden müssen. Bei seinem Lauf auf dem Sea Forest Waterway in Japan fehlten Zeidler 0,6 Sekunden auf den dritten Rang.

Im letzten Teil der Strecke konnte er mit der Konkurrenz nicht mehr mithalten und verlor Meter um Meter. Zeidler darf nun lediglich im B-Finale antreten und greift nicht in den Kampf um die Medaillen ein.

Die Dressurreiterinnen aus Deutschland holen die Goldmedaille im Team

Jessica von Bredlow-Werndl ist der Siegesritt vorbehalten. Zuvor haben Dorothee Schneider und Isabell Werth im Grand Prix Special vorgearbeitet, um den 14. Olympiasieg einer deutschen Dressur-Mannschaft zu ermöglichen. Für Werth ist es bereits das sechste Team-Gold bei Olympischen Spielen. (Teaserbild: action press/Xinhua) © Eurosport

Beckenschwimmer Wellbrock verpasst Olympia-Medaille über 800 Meter

03:49 Uhr: Doppel-Weltmeister Florian Wellbrock hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die zweite Medaille für die deutschen Beckenschwimmer knapp verpasst. Der 23-Jährige belegte über 800 Meter Freistil den vierten Platz.

In 7:42,68 Minuten kam Wellbrock am Donnerstag nicht an seine deutsche Rekordzeit von 7:41,77 Minuten aus dem Vorlauf heran. Gold sicherte sich der Amerikaner Robert Finke.

Silber holte Gregorio Paltrinieri aus Italien, Bronze ging an den Ukrainer Michailo Romantschuk. "Der vierte Platz ist natürlich immer bitter. Aber mehr war heute nicht drin", sagte Wellbrock unmittelbar nach dem Rennen in der ARD.

Nun wolle er sich auf seinen nächsten Start über die 1.500 Meter konzentrieren. "Da werde ich alles reinwerfen und gucken, was rauskommt", sagte Wellbrock.

Zwei Jahre nach seinem historischen Doppel-Erfolg bei der WM 2019 in Südkorea, als er binnen weniger Tage Gold im Freiwasser über zehn Kilometer und über 1.500 Meter Freistil gewann, gelang Wellbrock nicht der erhoffte Japan-Start mit Siegerehrung auf dem Podest. Am Tag zuvor hatte seine Verlobte Sarah Köhler mit Bronze über 1.500 Meter Freistil die erste Medaille für die deutschen Beckenschwimmer seit Doppel-Gold von Britta Steffen in Peking 2008 bejubelt.

Rommelmann und Osborne holen Ruder-Silber in Tokio

03:10 Uhr: Jonathan Rommelmann und Jason Osborne haben als erste deutsche Leichtgewichts-Ruderer eine olympische Medaille gewonnen. Das Duo aus Krefeld und Mainz musste sich am Donnerstag auf dem Sea Forest Waterway von Tokio nur knapp Irland geschlagen geben und holte die Silbermedaille. Bronze ging an das italienische Boot.

"Ich kann das noch nicht so richtig fassen. Die Iren hatten ganz schön mit uns zu kämpfen. Wir können uns nichts vorwerfen mit einer Silbermedaille bei Olympia", sagte Rommelmann in der ARD.

Osborne ergänzte: "Bis auf die letzten 300 Meter waren wir sehr gut dabei. Wir haben alles gegeben, aber es war dann nicht mehr drin."

Seit der Olympia-Premiere 1996 in Atlanta war es noch keinem deutschen Doppel-Zweier gelungen, die Medaillenränge zu erreichen. Bei den Frauen hingegen hatte es 2000 und 2004 Silber gegeben. Nun hoben Rommelmann/Osborne bei schwierigen Windbedingungen mit einem mutigen Rennen auch die Männer in die olympischen Geschichtsbücher.

Mehr dazu lesen Sie hier: Rommelmann und Osborne schreiben Geschichte: Erstmals Medaille für deutsche Leichtgewichts-Ruderer

Algerischer Radsportler zu Moster: "Kein Kamelrennen bei Olympia"

01:15 Uhr: Der algerische Radsportler Azzedine Lagab hat auf die rassistische Entgleisung des deutschen Rad-Sportdirektors Patrick Moster reagiert. "Nun, es gibt kein Kamelrennen bei Olympia, deshalb betreibe ich Radsport. Wenigstens war ich in Tokio dabei", schrieb Lagab auf Twitter.

Im olympischen Einzelzeitfahren hatte Moster für einen Eklat gesorgt, als er den Kölner Nikias Arndt mit rassistischen Worten anfeuerte, den vor ihm fahrenden Lagab einzuholen. Moster hatte sich für seine Wortwahl entschuldigt, mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) hatte es ein klärendes Gespräch gegeben. Weitere Konsequenzen blieben bisher aus.

Nach Arndt selbst hatte auch der nicht bei Olympia startende Rick Zabel Mosters Entgleisung als einer von wenigen Sportlern verurteilt. "Auf der einen Seite verstehe ich alle SportlerInnen, die nichts dazu sagen, weil man Angst davor hat, selbst in die Schusslinie zu geraten, wenn man seine Meinung äußert oder einfach nicht mehr für eine EM, WM oder Olympia nominiert wird", schrieb der Profi und Sohn des früheren Radstars Erik Zabel bei Instagram. "Auch wenn ich selber nicht bei den Olympischen Spielen dabei bin, schäme ich mich für die Aussagen."

Zabel kritisierte, dass es nach dem Rennen nur eine "lapidare Entschuldigung" gegeben habe. "Ich persönlich kann nicht verstehen, dass nach diesem Verhalten nicht sofortige Konsequenzen vom BDR oder DOSB getroffen worden sind."

Wenn man olympische Werte und Anti-Rassismus-Kampagnen nachhaltig glaubhaft vertreten wolle, dürfe ein solcher Vorfall nicht geduldet werden.

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Die Familie im Gepäck: Diese Geschwisterpaare gehen bei Olympia an den Start

Bei den Olympischen Spielen 2021 starten mehr als 10.000 Sportler. Manch einer reist aber nicht alleine an - diese Geschwisterpaare wollen den Wettkämpfen in Tokio ihren Stempel aufdrücken. Zum Durchklicken. (afp/msc)

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Das Olympia-Tagebuch vom 28. Juli zum Nachlesen

Mit Material der dpa, afp und sid

Durchschütteln und ohrfeigen: Martyna Trajdos' Trainer zeigt, wie rüde es beim Judo zugeht

Claudiu Pusas Motivitationsmethoden für seinen Schützling Martyna Trajdos wirkt auf Menschen, die mit den Gepflogenheiten beim Judo weniger vertraut sind, befremdlich. Doch Trajdos' Gegnerin erledigt das bei sich gleich selbst. (Teaserbild: AFP/Franck Fife) © Eurosport