Das olympische Finale im Slopestyle der Snowboarderinnen wurde von zahlreichen Stürzen überschattet. Nach der Entscheidung ließ scharfe Kritik an den Organisatoren nicht lange auf sich warten.

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Die Olympia-Dritte Enni Rukajarvi kann die Entscheidung der Organisatoren, das olympische Slopestyle-Finale auszutragen, nicht nachvollziehen.

"Es war ziemlich gefährlich. Man wusste nicht, was einen erwartet. Sie hätten es absagen oder verschieben sollen", sagte die finnische Snowboarderin nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Winterspielen in Pyeongchang am Montag.

Die Deutsche Silvia Mittermüller hatte sich im Training vor dem Finale am Knie verletzt und konnte nicht mehr antreten.

Trotz Fiebers wollte die 34-Jährige unbedingt ihr Olympia-Debüt geben. Als eine Medaillen-Kandidatin galt sie nicht.

Reihenweise Stürze der Snowboarderinnen

In den Endläufen waren die Snowboarderinnen bei schwierigen und wechselnden Bedingungen reihenweise gestürzt.

Das Wetter hatte dazu geführt, dass der Beginn 75 Minuten nach hinten verschoben wurde.

Am Sonntag war bereits die Qualifikation wegen der Wetter-Kapriolen ausgefallen. Alle Damen durften im Finale antreten, die Medaillen wurden in zwei statt drei Läufen vergeben.

Gold holte Sotschi-Olympiasiegerin Jamie Anderson aus den USA vor Weltmeisterin Laurie Blouin aus Kanada.

Anderson reichten ihre 83,00 Punkte aus dem ersten Lauf, sie feierte als erste Frau im Snowboarden den zweiten Olympiasieg.  © dpa

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