Die Freude über die gewonnene Bronzemedaille währte bei der Shorttrackerin Kim Boutin nur kurz. Weil sie von der Disqualifikation ihrer südkoreanischen Konkurrentin profitierte, wurde sie von deren Fans heftig angegriffen.

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Es ist eine unschöne Randgeschichte dieser Olympischen Spiele von Pyeongchang. Nachdem die Kanadierin Kim Boutin im Shorttrack von der Disqualifikation der Südkoreanerin Choi Min Jeong profitiert und deshalb die Bronzemedaille gewonnen hatte, entlud sich die gesamte Wut der südkoreanischen Fans.

Boutin erhält Morddrohungen

Nach einem Bericht der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap erhielt Boutin über ihre Social-Media-Kanäle Morddrohungen. Die Kanadierin legte ihre Accounts daraufhin sogar still.

Choi war wegen einer angeblich unerlaubten Aktion gegen Boutin aus der Wertung des Final-Rennens genommen worden. Sie hätte sonst Silber gewonnen.

Das kanadische Olympische Komitee hat eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. In einer Stellungnahme heißt es: "Die Gesundheit und Sicherheit aller unserer Teammitglieder hat höchste Priorität." (ska)

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