Italien nicht zur WM 2018: Tränen und Schock nach Remis gegen Schweden

Erstmals seit 60 Jahren wird Italien nicht zu einer Fußball-WM fahren. Emotionale Bilder des Untergangs.

Nicht bei einer Fußball-WM dabei zu sein versetzt Italien in eine Schockstarre. Das Playoff-Rückspiel gegen Schweden endet torlos, tränenreich und mit Größen, die gehen.
Doch bevor man sich dem italienischen Drama zuwendet, muss man den Hut ziehen - vor einem schwedischen Team, dass sich die WM-Teilnahme redlich verdient hat.
Sie sind nach zuletzt zwei gescheiterten Versuchen erstmals seit 2006 wieder dabei. Vor elf Jahren waren die Skandinavier im Achtelfinale an Gastgeber Deutschland gescheitert.
Des einen Freud, des anderen Leid: "Das ist die Apokalypse", kommentierte kurz nach dem 0:0 gegen Schweden im Playoff-Rückspiel am Montag die "Gazzetta dello Sport".
Das erstmalige Verpassen einer Fußball-Weltmeisterschaft seit 60 Jahren hat die Nationalmannschaft bereits unmittelbar nach dem Abpfiff am Montag in Mailand tief getroffen
Der Ex-Dortmunder Ciro Immobile war einer der Aktivposten, vergab jedoch seine besten Möglichkeiten (40. Minute/64.).
Nationalmannschaftstrainer Gian Piero Ventura trotzig: "Ich trete nicht zurück, weil ich noch nicht mit dem Präsidenten gesprochen habe. Es gibt zahlreiche Überlegungen.Ich fühle mich danach, mich bei den Italienern zu entschuldigen, für das Ergebnis, nicht für unsere Anstrengungen."
Italien hat bislang an 18 Weltmeisterschaften teilgenommen und - wie Deutschland - vier Mal den Titel geholt, zuletzt 2006.
Schon Sekunden nach dem WM-Aus flossen bei Torwartlegende Gianluigi Buffon die Tränen - wenig später verkündete der 39-Jährige seinen Rücktritt.
Der untröstliche Buffon nannte das Fehlen bei der WM eine «Katastrophe». Es hätte für die Mannschaft und für das Land viel bedeutet.
"Ich verlasse mit Sicherheit eine Nationalmannschaft mit fitten Jungs, die von sich reden machen werden", sagte der Keeper im italienischen Fernsehen und gestand: Es sei schlimm, dass seine Karriere so ende.
In der Qualifikation für Russland reichte es in der Gruppenphase hinter Spanien in den vergangenen Monaten nur zum zweiten Platz. Gegen die Iberer setzte es im September ein 0:3. Nun der absolute Tiefpunkt.
Der bereits im Vorfeld der Partie kritisierte Chef des Fußballverbands, Carlo Tavecchio, wollte sich 48 Stunden Zeit nehmen, um Konsequenzen aus der verpassten Qualifikation zu verkünden. Coach Gian Piero Ventura steht vor der Entlassung und ...
... die Tränen von Torwart-Legende Gianluigi Buffon werden auf immer mit dieser dramatischen Nacht von San Siro in Verbindung gebracht werden. Ciao...
... Gigi und Kopf hoch ...
... Italia! Chi è causa del suo mal, pianga se stesso. Aber Ihr kommt wieder!
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