In einem Interview mit der "Sport Bild" nimmt Manuel Neuer Mesut Özil in Schutz und spricht erstmals von einem Abschied aus der Nationalmannschaft.

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Manuel Neuer muss nach der Niederlage gegen Mexiko nun vorangehen und das bedeutet offenbar auch vermehrten Kontakt mit den Medien.

Nachdem sich der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft bereits am Dienstag in der DFB-Pressekonferenz den Fragen der versammelten Medienvertreter gestellt hatte, hat er nun der "Sport Bild" ein Interview gegeben.

Er stellt sich darin schützend vor die viel gescholtenen Mesut Özil und Ilkay Gündogan. "Wir Spieler haben in Südtirol über das Foto gesprochen, für uns war das schon zu Turnierbeginn ein alter Hut", erklärt Neuer. "Glauben sie mir: Das ist bei uns weg und aus den Köpfen raus."

Für ihn sei ohnehin das Wichtigste, dass die beiden mit an einem Strang ziehen und sich in den Dienst der Sache, dem WM-Erfolg Deutschlands, stellen würden.

"Beide sind interessiert am Erfolg der deutschen Nationalmannschaft und würden alles dafür geben", glaubt Neuer. "Wenn hier einer nicht mitziehen würde, hätten wir ein richtiges Problem! Wir sind bei einer WM!"

Neuer: "Suchen immer Haar in der Suppe"

Allgemein ist Neuer davon überzeugt, dass sich die Deutschen einfach gerne das Leben selbst schwer machen: "Es ist wohl etwas in der deutschen Mentalität verankert, sich immer Probleme und negative Aspekte zu suchen. Egal, ob vor Olympia oder einem Turnier - immer wird das Haar in der Suppe gesucht."

Während die Fußballnation Deutschland schon jetzt vor dem Spiel gegen Schweden zittert, hat Neuer keine Angst vor einem frühen Ausscheiden: "Wir haben bei der WM 2010 auch schon gegen Serbien verloren und hatten dann im letzten Gruppenspiel ein Finale gegen Ghana", erinnert er die Fans.

Neuer spricht über Abschied

Dass das deutsche Team noch weit kommt, daran hat Neuer ein gesteigertes Interesse, schließlich könnte es schon seine letzte Weltmeisterschaft sein: "Ich weiß nicht, ob ich 2022 noch dabei sein werde, denn da spielen viele Faktoren eine Rolle", erklärt er in der "Sport Bild".

"Was für mich feststeht, ist jedoch: Ich will so lange spielen, wie ich merke, dass ich gebraucht werde. Wenn die Spieler mir das Feedback geben, dass ich nicht mehr gut genug bin, höre ich lieber auf."

So schnell soll es mit seinem Nationalmannschaftsabschied aber doch nicht gehen. Nach der WM in Russland will Deutschlands Nummer eins auf keinen Fall Schluss machen: "Ich möchte ja noch Europameister werden." (ska)

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