Nach Sandro Wagner: Mit diesen Spielern hatte Jogi Löw schon Ärger

Sandro Wagner ist mit einer deftigen Spitze in Richtung Bundestrainer aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten. Er ist nicht der Erste, mit dem Jogi Löw Ärger hatte.

2010 kommt es zum Eklat um Kevin Kuranyi: Der Stürmer steht im WM-Quali-Spiel gegen Russland nicht in der Startelf und verlässt wütend das Stadion. Ein No-go für Bundestrainer Jogi Löw. Kuranyi wird rausgeschmissen und spielt nie wieder für die DFB-Elf.
Stefan Kießling gehört über Jahre hinweg zu den besten deutschen Stürmern, dennoch findet er bei Jogi Löw nur sehr selten Beachtung. 2013 hat Kießling genug: "Ich habe mal gesagt, das Thema ist gegessen. Nun erkläre ich noch mal - den Nationalspieler Kießling wird es unter Löw nicht mehr geben!", so der Stürmer damals in der "Bild".
Marcel Schmelzer hakt das Thema Nationalmannschaft 2017 mit einem klaren Seitenhieb auf Jogi Löw ab: "Für mich wäre es immer ein Thema. Aber dadurch, dass ich weiß, dass der Bundestrainer jetzt auch noch seinen Vertrag verlängert hat, glaube ich schon, dass es eher schwierig für mich wird." Schon 2012 hatte der Bundestrainer sehr deutlich gemacht, dass er Schmelzer lediglich für einen Notnagel hält: "Viele Alternativen gibt es jetzt aber auch nicht, also müssen wir mit Marcel Schmelzer die nächsten zwei, drei, vier, fünf Monate weiterarbeiten."
Jerome Boateng hat das Glück, auf dem Platz unverzichtbar zu sein. Denn als er sich 2012 kurz vor dem Abflug zur EM mit Model Gina-Lisa Lohfink vergnügt, fängt er sich lediglich einen Rüffel und die Drohung ein, für das Eröffnungsspiel nicht berücksichtigt zu werden. Es bleibt jedoch bei der Drohung.
2010 nimmt Jogi Löw dem verletzten Michael Ballack ohne Absprache die Kapitänsbinde ab und übergibt sie an Philipp Lahm. Ballack lehnt das Angebot eines würdigen Abschieds bei einem Freundschaftsspiel ab und ist lange Zeit sehr schlecht auf Löw zu sprechen. Inzwischen vertragen sich die beiden jedoch wieder.
Kevin Großkreutz wird sein Heimweh zum Verhängnis. Weil der Ex-Dortmunder in seiner Zeit bei Galatasaray Istanbul wenig Integrationswillen zeigte, streicht ihn Löw aus dem Kader für die EM 2016. Die öffentliche Abrechnung des Bundestrainers: "Ich habe nur begrenzt Verständnis dafür, wie er mit seiner Karriere umgegangen ist."
"Max hat sich zum wiederholten Male unprofessionell verhalten. Das akzeptiere ich nicht." Mit diesen Worten suspendiert Jogi Löw Max Kruse 2016 aus der Nationalmannschaft. Der damalige Wolfsburger hatte sich bei seiner Geburtstagsfeier mit einer Reporterin angelegt und 2015 75.000 Euro in einem Taxi vergessen. Trotz sehr guter Leistungen bei Werder Bremen spielt er in Löws Planungen seither keine Rolle mehr.