• Der 1. FC Köln und Rot-Weiß Oberhausen wollen nach dem Spielabbruch in der Regionalliga eine Aufarbeitung.
  • Nach Angaben des Vorstands werden derzeit die rechtlichen Möglichkeiten dazu geprüft.
  • Laut RWO sollen sich Kölner Zuschauer als Ordner beziehungsweise Kölner Auswechselspieler ausgegeben und sich mit einer Oberhausener Zaunfahne auf das Spielfeld begeben haben.

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Nach dem Spielabbruch in der Fußball-Regionalliga West wegen eines Platzsturms haben der 1. FC Köln und Rot-Weiß Oberhausen eine Aufarbeitung angekündigt.

"Der SC Rot-Weiß Oberhausen e.V. wird sich nun in rechtliche Beratung begeben und auswerten, welche Möglichkeiten bestehen", kündigte der Vorstand und Sicherheitsbeauftragte Thorsten Binder in einer schriftlichen Stellungnahme am Samstag an. Da es sich um ein schwebendes Verfahren handele, werde es seitens des Vereins allerdings keine weiteren offiziellen Aussagen geben.

Verurteilung jeglicher Form von Missachtung des respektvollen Umgangs

Die Kölner teilten via Twitter mit, "die Hintergründe erörtern" zu wollen. "Wir verurteilen jede Form der Missachtung eines respektvollen Umgangs und sportlich fairen Verhaltens. Es tut uns leid für die echten Fans, die bis dahin ein tolles Spiel gesehen haben, und für unsere Jungs, die kurz vor ihrem ersten Saisonsieg standen."

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Schiedsrichter Marc Jäger (Hellenthal) wird einen Sonderbericht verfassen. "Der Sonderbericht ist noch nicht geschrieben, wird aber am Wochenende verfasst", sagte der Unparteiische dem Reviersport. Der Sonderbericht wird dem Staffelleiter der Regionalliga West, Wolfgang Jades, zugestellt.

Spielabbruch kurz vor Schluss - Fans beider Teams rennen über den Platz

Die Partie war in der 89. Minute beim Stande von 4:1 für den FC abgebrochen worden, nachdem Fans beider Lager den Platz gestürmt hatten. Laut Reviersport hatten sich Kölner Fans als Ordner im Franz-Kremer-Stadion verkleidet und dem Fanblock der RWO-Anhänger genähert. Dort wurde die Fahne der Fangruppierung Semper Fidelis entwendet.

Die Kölner Anhänger liefen dann zurück zu ihrem Block, die aufgebrachten RWO-Fans verfolgten die Kölner Zuschauer über den Platz. Die Spieler beider Teams und der Schiri waren rasch in die Kabinen gegangen, nach 20 Minuten wurden die Zuschauer endgültig nach Hause geschickt.

Die Oberhausener werden sich laut eigenen Angaben nun in rechtliche Beratung begeben und auswerten, "welche Möglichkeiten bestehen. Da es sich hierbei um ein schwebendes Verfahren handelt, wird es keine weiteren offiziellen Aussagen von Verantwortlichen dazu geben", äußerte Vorstand Thorsten Binder, der auch Sicherheitsbeauftragter des Klubs ist. (hub/afp/jst)

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