Nur neun Monate konnte Miroslav Klose bei seiner ersten Stelle als Cheftrainer beim SC Rheindorf Altach wirken. Nach neun Spielen ohne Sieg hat ihn der österreichische Bundesligist nun entlassen.

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Der frühere Fußball-Weltmeister Miroslav Klose ist nach nur neun Monaten als Cheftrainer des österreichischen Erstligisten SCR Altach freigestellt worden. Dies sei "das Ergebnis einer umfassenden Analyse" der sportlichen Talfahrt bis auf den letzten Tabellenplatz, teilte der Club am Montag mit. Auch Co-Trainer Slaven Skeledzic, der im Sommer 2022 gemeinsam mit Klose nach Altach gekommen war, wurde beurlaubt.

Altach beendete den sogenannten Grunddurchgang der ersten österreichischen Bundesliga als Tabellenletzter und geht nach der nun vorgenommenen Halbierung der Punkte mit acht Zählern in die Relegation der sechs schlechtesten Klubs. "Im Zuge unserer Analyse sind wir zur Entscheidung gekommen, dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht, um unser Ziel Klassenerhalt, dem wir alles andere unterordnen, zu erreichen", sagte Sportdirektor Georg Festetics.

Unter Klose hatte das Team am vergangenen Wochenende immerhin noch ein achtbares 1:1 bei Meister und Tabellenführer Red Bull Salzburg geholt. Doch auch dieses Unentschieden rettete den Ex-Nationalspieler nicht. "Miroslav hat alle Voraussetzungen, um auch als Trainer große Erfolge zu feiern", meinte Festetics nichtsdestotrotz.

Klose hatte Trainerposten erst im Sommer übernommen

"Miroslav Klose hat vom ersten bis zum letzten Tag alles gegeben und es war eine riesige Erfahrung, ihn als Trainer und vor allem Menschen in Altach erlebt zu haben", sagte Geschäftsführer Christoph Längle: "Auch wenn ein Trainerwechsel immer enorm schmerzt, steht über allem, dass der SCR Altach auch in der Saison 2023/24 in der Bundesliga vertreten ist."

Der frühere Weltklasse-Stürmer Klose hatte das Traineramt bei den Vorarlbergern im vergangenen Juni übernommen. Nach dem Ende seiner Spielerkarriere war der 44-Jährige beim FC Bayern München als Nachwuchs- und Co-Trainer angestellt gewesen. (dpa/sid/jum)

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