Warum wurden die Chaoten-Anhänger, die am Wochenende beim FC Luzern für einen Spielabbruch sorgten, auch noch mit Trikots vom eigenen Verein Grasshoppers Zürich belohnt? Der Club hat die Aktion nun erklärt.

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Schon zum zweiten Mal in kürzester Zeit haben Randalierer aus dem Fanlager vom Grasshopper Club Zürich für einen Spielabbruch gesorgt. Das Perfide: Für ihre Aktion am Sonntag beim Liga-Konkurrenten FC Luzern wurden sie diesmal auch noch mit Trikots ihrer Mannschaft belohnt. Wie es zu dieser fragwürdigen Situation kommen konnte, erklärte der Verein am Sonntag in einer Stellungnahme.

"Weil die Situation zu eskalieren drohte, haben wir in Absprache mit den Sicherheitskräften entschieden, der Kurve die Trikots zu übergeben. Die Sicherheit der Spieler und jene der friedlichen Fans im Stadion ist das für uns wichtigste Gut", heißt es unter anderem.

Und weiter: "Die Entscheidung bedeutet nicht, dass wir damit das unsportliche und menschlich fragwürdige Verhalten gutheißen."

Grasshopper Club Zürich distanziert sich von Randalierern

Gleichzeitig bezeichnet der Verein die Aktion der rechtsradikalen Gruppierung, die einen Spielabbruch in der Partie gegen den FC Luzern erzwang, als "beschämend und schlicht inakzeptabel."

Bereits im März im Spiel gegen Sion sorgten GC-Krawallmacher auf den Rängen für einen Spielabbruch. Damals hatte der neue Präsident Stephan Rietiker auch an die Justiz, den Verband und die Polizei appelliert, die Situation in den Griff zu bekommen.

Abstieg aus der Super League ist perfekt

Beim Stand von 0:4 waren am Sonntag einige Anhänger des Vereins vermummt zum Spielfeldrand gelaufen und hatten so dafür gesorgt, dass die Partie nicht zu Ende gespielt werden konnte. Nun kann der Rekordmeister drei Spieltage vor Schluss nicht mehr den rettenden Relegationsplatz erreichen (zwölf Punkte Rückstand bei drei ausstehenden Partien).

Durch die sichere Niederlage am Grünen Tisch ist der erste Abstieg der Grasshoppers nach genau 70 Jahren also besiegelt. (stk)  © 1&1 Mail & Media / SN