In den vergangenen Tagen spottete der FC Bayern mehrfach über den Lokalrivalen 1860 München. "Löwen"-Investor Hasan Ismaik konterte nun via Facebook auf die anhaltenden Seitenhiebe.

Auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München am 25. November 2016 ging es heiß her. Nicht nur, dass Uli Hoeneß nach fast 1.000 Tagen wieder zum Präsidenten des Rekordmeisters gewählt wurde, die Münchner nutzten die Veranstaltung auch, um verbale Spitzen in Richtung der Konkurrenz abzufeuern.

Auch Lokalrivale TSV 1860 München war Adressat der Sticheleien. So sagte Karl-Heinz Rummenigge etwa: "Wir haben keinen Hasan Ismaik. Gott bewahre uns vor solchen Leuten."

Auf einem Fanclub-Treffen wenige Tage später setzte Hoeneß noch einen drauf und riet dem Zweitligisten, sich für einen Stadionbau eher an Donald Trump zu wenden. Bisher teilen sich 1860 und die Bayern die Allianz Arena als Heimspiel-Stätte.

Stadion-Anteile unter Wert verkauft?

1860-Investor Ismaik reagierte am Sonntag via Facebook auf die Seitenhiebe und stichelte seinerseits in Richtung FCB: "Wer glaubt Hoeneß eigentlich zu sein? Er soll nicht ablenken: Ein Aufsteiger aus Leipzig steht vor seinem tollen Verein", wies der Jordanier auf die aktuelle Bundesliga-Tabellensituation hin.

Ismaik machte auch Uli Hoeneß´ abgesessene Gefängnisstrafe zum Thema. "An Hoeneß' Stelle wäre eigentlich Demut angebracht, stattdessen versucht er sich auf unsere Kosten lustig zu machen. Hat er in den letzten Jahren nichts dazu gelernt?", echauffierte sich der Geldgeber der Sechziger.

Der eigentliche Grund für Ismaiks Facebook-Statement war aber ein anderer. Der 40-Jährige hegt den Verdacht, dass es beim Verkauf der "Löwen"-Stadion-Anteile an den Rekordmeister nicht mit rechten Dingen zuging.

"Warum haben wir 50 Prozent an der Allianz Arena für die lächerliche Summe von rund 11 Millionen Euro an den FC Bayern abgegeben?", fragt der Geschäftsmann auf Facebook. Zudem möchte er "die besten Anwälte einschalten, um die Wahrheit ans Licht zu bringen".

Das Thema sprach am Wochenende bereits 1860-Verwaltungsrat Christian Waggershauser an. Gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" stellte er fest, dass der TSV die Stadion-Anteile "weit unter Wert" verkauft habe.

Es scheint, als sei das letzte Wort zwischen den Erzrivalen noch nicht gesprochen.

(juv)