Eintrach Frankfurt gewinnt ein einseitiges Rhein-Main-Derby gegen den FSV Mainz 05. Sie sind jetzt nur noch einen Sieg von der erneuten Endspiel-Teilnahme in Berlin entfernt.

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Drei Gastgeschenke der besonders amateurhaften Art haben Eintracht Frankfurt den Weg ins DFB-Pokal-Halbfinale geebnet. Die Hessen gewannen am Mittwochabend ein einseitiges Rhein-Main-Derby gegen den FSV Mainz 05 mit 3:0 (1:0) und sind jetzt nur noch einen Sieg von der erneuten Endspiel-Teilnahme in Berlin entfernt.

Frankfurts Trainer Niko Kovac freute sich über einen verdienten Sieg. "Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute das Spiel bestimmt", sagte er dem TV-Sender Sky. Er habe keine wirklich brenzlige Situation gesehen.

Sichtlich geladen war dagegen der Mainzer Nigel de Jong. "Das war ein Tiefpunkt", sagte der ehemalige niederländische Nationalspieler. "Was wir heute gezeigt haben, geht einfach nicht. Das war wie Amateure."

Robin Zentner wegen Augapfel-Prellung nicht im Kader

Dem ersten Frankfurter Tor durch Ante Rebic ging in der 17. Minute ein schwerer Fehler des Mainzer Torwarts Rene Adler voraus. Das 2:0 war ein Eigentor durch Alexander Hack (53.), vor dem dritten Treffer des Viertelfinales durch Omar Mascarell verlor der Mainzer Verteidiger völlig unnötig den Ball (62.).

Die Eintracht erreichte vor 48.200 Zuschauern zum 13. Mal ein Pokal-Halbfinale, die Auslosung erfolgt am kommenden Sonntag in der ARD-Sportschau.

Über ganz schwache Mainzer würde man nach einem Bundesliga-Spiel sagen: Sie spielten wie ein Absteiger. Zu allem Überfluss sah Mittelfeldspieler Danny Latza in der 82. Minute nach einem Frustfoul dann auch noch die Rote Karte.

Frankfurts Trainer Niko Kovac hatte sein Team nach dem 0:3 gegen den FC Augsburg auf vier Positionen geändert. Nicht einmal im Kader stand Mijat Gacinovic. Er hatte sich am Sonntag über seine Auswechslung beklagt, was Kovac offensichtlich überhaupt nicht gefiel.

Bei Mainz hütete erstmals nach dreieinhalb Monaten Verletzungspause wieder Ex-Nationalkeeper Adler das Tor. Er hatte sich beim Zweitrunden-Pokalspiel gegen Holstein Kiel am Oberschenkel verletzt.

Sein Vertreter Robin Zentner war am Mittwoch wegen einer Augapfel-Prellung nicht im Kader. Stürmer Anthony Ujah spielte zum ersten Mal seit seiner Rückkehr aus China wieder von Anfang an für Mainz.

FSV Mainz wurde etwas stärker

Die Eintracht begann stark, hatte in der Anfangsphase durch Marius Wolf (6.), Rebic (9.) und Marco Russ (11.) drei Chancen und ging in der 17. Minute verdient in Führung: Bei einem Rückpass wurde Adler von Rebic scharf attackiert, der Keeper verstolperte den Ball, Wolf legte nochmals auf Rebic und der schob ins Tor ein.

Mainz, das noch am vergangenen Wochenende beim 0:2 gegen Rekordmeister Bayern München eine gute Leistung geboten hatte, fand nicht ins Spiel. Gegen eine disziplinierte Frankfurter Defensive blieb die Mannschaft in der ersten Halbzeit ohne zwingende Torchance.

Die erste nennenswerte Gelegenheit hatte das Team von Sandro Schwarz im zweiten Durchgang dann bezeichnender Weise durch eine verunglückte Flanke von Daniel Brosinski, die auf dem Frankfurter Tornetz landete.

In der Folge wurde Mainz etwas stärker, brachte sich jedoch dann mit einem neuen Fehler weiter ins Hintertreffen: Eine Hereingabe von Sebastien Haller grätschte Hack ins eigene Tor.

Trainer Schwarz reagierte auf den zweiten Gegentreffer mit einem Doppelwechsel: Emil Berggreen und Alexandru Maxim kamen für Ujah und Suat Serdar. Doch gut fünf Minuten später machte Mascarell alles für die Eintracht klar. Hack verlor den Ball am eigenen Strafraum an den Spanier, der den herausstürmenden Adler überlupfte und so den dritten Frankfurter Treffer erzielte.

Nun träumt die Eintracht von einer Finalteilnahme wie im Vorjahr - ganz besonders Mittelfeldspieler Kevin Prince Boateng. "Ich muss da hin", sagte der gebürtige Berliner. "Das ist meine Heimat."  © dpa