Uli Hoeneß: Ein Leben für den FC Bayern München

Der FC Bayern München ist seit 1970 das Leben des Uli Hoeneß. Als Spieler, Manager, Präsident und Chef des Aufsichtsrats hat der Ulmer mit dem Rekordmeister fast jeden Titel der Vereins-Geschichte nicht nur gewonnen, sondern vielfach erst ermöglicht. Anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums als Manager des Klubs werfen wir einen Blick auf sein Wirken.

Uli Hoeneß im zarten Alter von 16 Jahren: Zu diesem Zeitpunkt ist der in Ulm geborene Sohn eines Metzgermeisters Teil der DFB-Jugendauswahl, der er bis 1970 angehört. In 17 Einsätzen kommt er auf fünf Tore. Zuvor ist er bereits Kapitän der DFB-Schülerauswahl.
Hoeneß' fußballerisches Talent wird früh offensichtlich, bereits bei seinem ersten Schüler-Länderspiel gegen England schießt er zwei Tore. Dennoch sorgt er vor und schließt das Gymnasium mit dem Abitur ab. Seine Abschlussnote: 2,4.
Hoeneß auf der Waage: 1970 verpflichtet ihn Bayern-Trainer Udo Lattek (r.). Auch Paul Breitner (l.), den Hoeneß bereits mehrere Jahre aus diversen Lehrgängen kennt und mit dem er eine gemeinsame Wohnung bezieht, wechselt zu den Münchnern.
Quark, Ei und Kakao am Morgen: Hoeneß und Breitner lassen es sich beim Frühstück in der gemeinsamen Wohnung in Trudering gutgehen.
Ein echter Mann macht natürlich auch das Bett selbst. Che Guevara kontrolliert, ob Hoeneß die Kissen auch vernünftig aufschlägt.
Sportlich etabliert sich Hoeneß schnell bei den Bayern. Sein Debüt gibt er am 15. August 1970 gegen den VfB Stuttgart. Hoeneß wird in dieser Saison mit Stars wie Sepp Maier, Gerd Müller und Franz Beckenbauer Vizemeister hinter Borussia Mönchengladbach. Immerhin reicht es für den Gewinn des DFB-Pokals.
Sein Debüt für die Nationalmannschaft gibt Hoeneß im März 1972 bei einem 2:0-Erfolg in Ungarn. Im selben Jahr nimmt er an den Olympischen Spielen in München teil. In der Zwischenrunde reicht es nur zu einem einzigen Punktgewinn. Die Bundesrepublik scheidet nach einem 2:3 gegen die DDR aus. Trotz eines Tores von Hoeneß.
Was heute gilt, galt auch in den Siebzigern: Den meisten Fußballprofis geht es finanziell nicht soooo schlecht. Hier posiert Hoeneß neben seinem Porsche für die Kamera.
Hoeneß etabliert sich beim FC Bayern als Stammspieler, gilt als einer der schnellsten Außenspieler der Welt. Ein Jahr vor Beginn der WM 1974 im eigenen Land macht er Werbung für das Turnier. Mit dabei: die Maskottchen Tip und Tap.
Die Athletik ist mit den Jahrzehnten etwas abhanden gekommen: Hoeneß und Breitner im Jahr 1973, wie sie Bademode präsentieren.
Der zweite von drei Meistertiteln in Serie: Hoeneß (r.) gewinnt mit dem FC Bayern die Meisterschaft, Trainer Udo Lattek reckt die Schale in die Höhe.
Was für ein Trio: Hoeneß (li.), Franz Beckenbauer (M.) und Gerd Müller bejubeln im August 1973 einen Treffer zum 2:0 gegen Fortuna Köln. Am Ende der Saison steht der Gewinn des dritten Meistertitels in Serie.
Auch privat findet Hoeneß sein Glück. 1973 geben sich der Fußballer und seine Susi das Jawort. Beide sind bis heute verheiratet. Sie haben zwei Kinder und vier Enkelkinder.
Wenn die Susi mal nicht da ist, kuschelt Hoeneß offenbar gerne mit einem Fußball im Bett.
Auf dem Gipfel der Vereinskarriere angekommen: Hoeneß schlägt mit dem FC Bayern im Finale des Europapokals der Landesmeister Atlético Madrid. Mit seinen zwei Treffern beim 4:0-Sieg hat Hoeneß maßgeblichen Anteil am Erfolg.
Wenige Wochen später der nächste Riesenerfolg: Mit der deutschen Nationalmannschaft wird der damals erst 22 Jahre alte Hoeneß Weltmeister. Der Bayern-Profi kommt in jedem Spiel zum Einsatz. Hier grätscht er in der ersten Minute des Endspiels gegen die Niederlande (2:1) Johan Cruyff in die Parade - den anschließenden Foulelfmeter verwandelt Johan Neeskens zur frühen Führung der Oranjes.
Nach dem Finalsieg liegen sich Hoeneß und Bundestrainer Helmut Schön in den Armen.
Fußballerisch spielt Hoeneß in der Liga der ganz Großen, modisch eher nicht: In der Saison 1974/75 zeigt sich der Bayern-Profi auf der Tribüne in einem eher fragwürdigen Pelzmantel.
1975 und 1976 gewinnt Hoeneß mit den Bayern erneut den Europapokal der Landesmeister. Allerdings zieht er sich 1975 beim 2:0-Erfolg gegen Leeds United eine schwere Knieverletzung zu. Der Meniskus ist beschädigt.
Hätten Sie ihn erkannt? Hoeneß (l.) im Februar 1976 beim Fasching zusammen mit seinem Mitspieler Franz "Bulle" Roth.