• Drei Tage nach dem Einzug ins Europa-League-Halbfinale zeigt RB Leipzig in Leverkusen eine müde Vorstellung.
  • Am Ende reicht es aber doch, um die Werkself von Rang drei zu vertreiben.
  • Vielleicht klappt es ja doch noch für die Sachsen mit der Qualifikation für die Champions League.

Mehr aktuelle News zur Bundesliga finden Sie hier

Zwischen der Europacup-Party von Bergamo und dem Pokal-Highlight gegen Union Berlin hat RB Leipzig einen wichtigen Sieg im Rennen um die Champions-League-Qualifikation gefeiert. Im Spitzenspiel, das nur auf dem Papier eines war, gewann RB dank Dominik Szoboszlai am Sonntag mit 1:0 (0:0) bei Bayer Leverkusen und verdrängte die Werkself von Rang drei.

Die stark verletzungsgeplagten Leverkusener haben nun nur noch einen Punkt Vorsprung auf Freiburg auf Rang fünf. Der Einzug in die Champions League, das größte und auch letzte Saisonziel, wird schwer. Allerdings kommt Freiburg am letzten Spieltag zu einem möglichen Endspiel nach Leverkusen.

Auch der doppelte Halbfinalist aus Leipzig, der am vorigen Donnerstag bei Atalanta Bergamo in die Vorschlussrunde der Europa League einzog und am kommenden Mittwoch Union im DFB-Pokal-Halbfinale empfängt, wirkte trotz Groß-Rotation von Trainer Domenico Tedesco nicht frisch. Erstmals in seiner Bundesliga-Historie blieb Leipzig in einer ersten Halbzeit ohne Torschuss.

Der entscheidende Treffer fällt in der 69. Minute

Das änderte sich durch die Wechsel in der zweiten Halbzeit, und Szoboszlai erzielte den entscheidenden Treffer in der 69. Minute. Damit ist RB weiter das beste Rückrunden-Team der Liga und wahrte zudem seine stolze Serie in Leverkusen. Auch beim sechsten Auftritt in der BayArena blieben die Sachsen ohne Niederlage.

Die Leverkusener, bei denen Jonathan Tah trotz seiner in der Vorwoche erlittenen Rippenprellung spielen konnte, agierten in einem vergleichsweise defensiven 3-5-2-System mit von ihrer Anlage ausschließlich defensiv orientierten Mittelfeldspielern. Leipzig interpretierte das gleiche System mit den beiden Achtern Emil Forsberg und Szoboszlai nominell etwas offensiver.

Das Selbstvertrauen der Gäste demonstrierte auch die Social-Media-Abteilung von RB, die die Aufstellung bei Twitter mit den Worten "Unsere Bayer-Bezwinger" ankündigte. Doch Tedesco hatte seine Startelf wieder wild durchgewirbelt und nur drei Feldspieler im Vergleich zum Bergamo-Rückspiel im Team gelassen. So hatte auch RB zu wenig Selbstverständnis in seinen Aktionen, und beide Teams egalisierten sich zunächst auf zähem Niveau vor allem im Mittelfeld.

Nkunku erst nach der Pause auf dem Feld

Die erste Torchance gab es erst in der 28. Minute, als Bayers Patrik Schick seinen Sturmpartner Moussa Diaby freispielte, der aber aus spitzem Winkel an RB-Keeper Peter Gulacsi scheiterte. Auch die zweite gute Gelegenheit hatte Bayer, als Schick eine Flanke von Exequiel Palacios mit dem Kopf nicht richtig erwischte (40.).

In der Pause brachte Tedesco den formstarken Top-Torjäger Christopher Nkunku. Der setzte nach 39 Sekunden ein Dribbling im Strafraum an, der Ball kam zu Szoboszlai und der traf den Pfosten. Rund zehn Minuten später legte Tedesco nach mit Dani Olmo und Konrad Laimer, dem zweiten Matchwinner aus Bergamo. Leipzig war nun besser im Spiel. Nordi Mukiele vergab noch die große Chance auf das 0:1, Szoboszlai nutzte sie auf Ablage von Nkunku Sekunden später. (best/dpa)

Urteil zur Bayern-Wechselpanne: Nagelsmann muss noch was loswerden

Nach den Einspruch des SC Freiburg wegen der Bayern-Wechselpanne ist nun das Urteil gefallen. Trainer Julian Nagelsmann freut sich über die Punkte - und muss noch etwas loswerden. © ProSiebenSat.1