Dem Hamburger SV droht womöglich juristischer Ärger. Der Grund: Der erst vor wenigen Tagen verpflichtete Trainer Bernd Hollerbach steht offenbar noch bei den Würzburger Kickers unter Vertrag.

Der Hamburger SV und die Würzburger Kickers haben sich nach Informationen der "Bild"-Zeitung auf die Ablösemodalitäten für Trainer Bernd Hollerbach geeinigt. Demnach muss der derzeit abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist ein Ablösespiel beim Drittligisten bestreiten, sollte der HSV unter Hollerbach am Saisonende die Klasse halten.

Gelingt ihm dies auch in der kommenden Saison erneut, wäre eine weitere Partie fällig. Die Einnahmen aus den Spielen würden jeweils an die Würzburger gehen.

HSV hat sich nicht geäußert

Der "Mannheimer Morgen" hatte als erstes berichtet, dass der 48-jährige Hollerbach beim ehemaligen Zweitligisten noch unter Vertrag stand, als er von den Hanseaten am Montag als Nachfolger von Markus Gisdol verpflichtet wurde und einen Kontrakt bis Juni 2019 unterschrieb.

"Wir befinden uns in Gesprächen mit dem HSV über die Modalitäten der Vertragsauflösung", hatte Würzburgs Aufsichtsratsmitglied Sebastian Herkert der Zeitung gesagt. Der HSV hatte sich auf Anfrage nicht geäußert und darauf verwiesen, dass man zu "Vertragsinhalten und -modalitäten grundsätzlich keinerlei Angaben mache".

Hollerbach hatte die Würzburger Kickers 2016 in die 2. Bundesliga geführt, war aber im vergangenen Jahr gleich wieder abgestiegen. Im Mai 2017 trat er von seinem Amt zurück. Laut "Bild" (Paid-Content) soll er bei den Kickers aber danach noch als Berater Honorar erhalten haben. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gibt er beim Tabellenvorletzten sein Debüt als Cheftrainer im Spiel bei RB Leipzig.  © dpa