Was ist los mit dem rechten Knie von Choupo-Moting? Der Torjäger wird den Bayern auch in Bremen fehlen. Thomas Tuchel tut sich schwer mit Prognosen, weiß aber genau, was seinem Team fehlt.

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Die Knieprobleme von Mittelstürmer Eric Maxim Choupo-Moting geben auch Bayern-Trainer Thomas Tuchel Rätsel auf. Der 34 Jahre alte Angreifer wird dem deutschen Fußball-Meister auch am Samstag (18:30 Uhr) im Bundesliga-Topspiel beim SV Werder Bremen fehlen. Eine Rückkehr im Saisonendspurt und im Münchner Titelduell mit Borussia Dortmund ist offen. "Es wird eng", sagte Tuchel vor den letzten vier Partien.

Choupo-Moting ist mit zehn Saisontreffern gleichauf mit Serge Gnabry hinter Jamal Musiala der erfolgreichste Torschütze des Tabellenführers in der Liga. Aber in den vergangenen sieben Punktspielen stand er nur beim 4:2 gegen Dortmund bei Tuchels Premiere am 1. April auf dem Platz. Erst hatten den Nationalspieler Kameruns Rückenprobleme zu einer Pause von zwei Spielen gezwungen. Nun lässt seit Wochen das rechte Knie keine Einsätze zu.

"Er spürt das Knie, was ihm Unbehagen bereitet. Er fühlt sich unsicher mit dem Knie", berichtete Tuchel vor dem Bremen-Spiel. Die Münchner Physios arbeiteten mit Choupo intensiv an einer Besserung. "Es fühlt sich an, als wäre es eine Angelegenheit von Tagen, bis er zurück ins Mannschaftstraining kommt. Aber wir können das nicht mit Sicherheit behaupten", sagte Tuchel: "Es zieht sich länger hin, als wir gedacht haben. Darum ist der Ausgang offen."

Der FC Bayern hat derzeit keine klassische Neun

Hinzu käme: Je länger die Pause andauere, umso länger werde die Phase sein, die Choupo-Moting brauche, um wieder richtig fit zu sein, bemerkte der Trainer. "Und die Spiele werden ja nicht mehr hinten raus", sagte Tuchel. Auf Bremen folgen für die Bayern noch die Heimspiele gegen den FC Schalke 04 und RB Leipzig sowie auswärts gegen den 1. FC Köln.

Was würde ein Choupo-Ausfall im kompletten Saisonendspurt bedeuten? "Es würde bedeuten, dass wir keine klassische Neun haben, der sich wohlfühlt mit dem Rücken zum Tor", antwortete Tuchel. Trotzdem gäbe es im Kader in Sadio Mané, Serge Gnabry oder auch Thomas Müller Akteure, die im Sturmzentrum spielen könnten.

Ebenso der junge Mathys Tel. "Aber klar, diese klare Nummer neun, körperlich groß und mit dem Rücken zum Tor, dieses Profil haben wir nur einmal", sagte Tuchel. Choupo-Moting ist ein Unikat im Bayern-Kader. (dpa/lh)

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