Nachdem sich Borussia Mönchengladbachs Spieler Christoph Kramer erneut am Kopf verletzt hat, bringt sein Trainer Dieter Hecking jetzt einen möglichen Kopfschutz für Bundesliga-Profis ins Spiel.

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Dieter Hecking plädiert für die Einführung eines Kopfschutzes in der Bundesliga. "Das wird bei Kopf­ver­let­zun­gen ja häu­fig dis­ku­tiert. Man müss­te da na­tür­lich prü­fen, in­wie­weit es die Spie­ler be­ein­träch­ti­gen würde. Aber im Mo­ment ist es sehr auf­fäl­lig, wie viele Spie­ler mit den Köp­fen zu­sam­men­ras­seln," sagt der Trainer von Borussia Mönchengladbach.

Drei Kopfverletzungen bei Gladbach-Bayern

Seine Mannschaft hatte am Samstag in der Bundesliga den FC Bayern mit 3:1 bezwungen.

Dabei erlitt nicht nur Gladbach-Profi Christoph Kramer eine Kopfverletzung. Auch Tony Jantschke und James Rodriguez rasselten mit den Köpfen zusammen und mussten ausgewechselt werden.

Für Hecking ein Grund zur Sorge: "Man wird sich Über­le­gun­gen ma­chen müs­sen, da sind auch Me­di­zi­ner ge­fragt, wie man Spie­ler bes­ser schüt­zen kann. Vor allem Chris, der schon mehr­mals nach Kopf­tref­fern vom Platz muss­te, steht bei uns unter be­son­de­rer Be­ob­ach­tung", erklärt er und ergänzt: "Da haben wir als Ver­ein eine Für­sor­ge­pflicht, ganz genau hin­zu­schau­en."

Kramer musste gegen die Bayern nach einem Zusammenprall mit Teamkollege Jannik Vestergaard bereits früh vom Feld getragen werden.

Er erlitt wie Jantschke eine Schädelprellung. Es ist bereits seine dritte Kopfverletzung in dieser Saison, auch im WM Finale 2014 musste der Weltmeister nach einem Kopftreffer ausgewechselt werden. (ms)