• Borussia Dortmund muss nach dem Europa-League-Aus auch in der Bundesliga eine bittere Pille schlucken.
  • Der BVB kam beim FC Augsburg nicht über ein Unentschieden hinaus.
  • Der Rückstand auf Primus FC Bayern beträgt damit acht Punkte.

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Borussia Dortmund hat nach dem internationalen K.o. ohne seine Offensiv-Trümpfe Marco Reus und Erling Haaland gleich das nächste Frusterlebnis gehabt. Der BVB musste sich am Sonntag in der Fußball-Bundesliga beim abstiegsbedrohten FC Augsburg mit einem 1:1 (1:0) begnügen und kann bei nun wieder acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München, der 1:0 bei Eintracht Frankfurt gewonnen hatte, wohl auch die letzte minimale Titelchance in der Premierensaison unter Trainer Marco Rose abschreiben. Der FCA dagegen erkämpfte einen wertvollen Bonuspunkt im Abstiegskampf und gab den Relegationsplatz an Hertha BSC ab.

Tor-Solist Torgan Hazard hatte die Dortmunder vor 15.330 Zuschauern in der ausverkauften Augsburger Arena in der 35. Minute in Führung gebracht. Donyell Malen hätte den sich da abzeichnenden Arbeitssieg fix machen können, aber einen wuchtigen Schuss des Angreifers konnte FCA-Torwart Rafal Gikiewicz nach der Pause mit den Fingerspitzen an die Latte lenken (51.). Das rächte sich: Dortmund wurde passiv, der FCA drängte, rannte an und bejubelte das Kopfballtor von Joker Noah Sarenren Bazee (78.) nach einem heillosen Chaos im BVB-Strafraum.

Bis zur Pause sah es für den BVB noch gut aus

Drei Tage nach dem deprimierenden Aus in der Europa League gegen die Glasgow Rangers hatte Rose auf eine Reaktion seines dezimierten Teams gehofft. "Heute geht es sportlich weiter. Die Enttäuschung ist noch nicht verflogen, aber es ist nicht die erste in diesem Jahr."

Eine weitere in Augsburg konnte nicht verhindert werden, obwohl es zur Pause danach aussah. Hazard versetzte im Strafraum bei seinem Tor nacheinander die Augsburger Verteidiger Mads Pedersen und Felix Uduokhai und versenkte den Ball dann per Flachschuss im langen Eck.

Borussia Dortmunds Defensive immer wackliger

Beide Mannschaften agierten in einem ähnlichen 3-4-3-System. Die Augsburger, bei denen Trainer Markus Weinzierl nach Corona-Quarantäne wieder am Spielfeldrand coachen konnte, agierten giftig wie beim 2:1 gegen den FC Bayern im November. Es fehlte aber lange die zündende Aktion in der Offensive um den weiter nicht treffenden US-Boy Ricardo Pepi.

Dortmunds Defensive mit Mats Hummels als Abwehrchef im Zentrum wirkte mit zunehmender Spielzeit nicht mehr stabil und souverän, hielt aber bis auf das eine Gegentor dicht. Den Augsburgern fehlte im Strafraum meist ein Zielspieler. Eine Einladung von BVB-Torwart Gregor Kobel, der einen Ball in den Fuß von Sarenren Bazee spielte, nahm der Augsburger Einwechselspieler nicht an. Sein Scvhuss wurde geblockt (71.). Später aber hielt er entscheidend den Kopf in einen Schuss von Arne Maier. Der FCA drängte sogar vehementer als Dortmund auf den Sieg. (mt/dpa)

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