Der VfB Stuttgart muss in der Partie gegen Mainz auf seinen Sechs-Millionen-Einkauf Chadrac Akolo verzichten. Eine verlängerte Aufenthaltsgenehmigung sei nicht rechtzeitig bei der DFL eingetroffen.

Aufgrund einer technischen Panne und einer vorübergehend abgelaufenen Spielgenehmigung kann der VfB Stuttgart am Samstag im Bundesliga-Spiel bei Mainz 05 nicht seinen Sechs-Millionen-Euro Einkauf Chadrac Akolo einsetzen.

Das bestätigte ein Vereinssprecher kurz vor dem Anpfiff der Partie. "Wir gehen im Moment davon aus, dass der Fehler bei uns lag und müssen das intern aufarbeiten", sagte Sportvorstand Michael Reschke dem TV-Sender Sky.

Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler aus der Demokratischen Republik Kongo war im vergangenen Juli vom FC Sion nach Stuttgart gewechselt und hatte nach Angaben des Vereins zunächst nur eine erste Aufenthaltsgenehmigung erhalten, die an diesem Freitag ablief. Der VfB schickte der Deutschen Fußball Liga bereits im August die Bestätigung einer verlängerten Aufenthaltsgenehmigung. Doch wie sich erst am Samstag rund zwei Stunden vor dem Anpfiff des Spiels herausstellte, kam diese Bestätigung bei der DFL nie an.

Der Dachverband der 36 Proficlubs musste Akolo deshalb am Freitag formhalber die Spielberechtigung entziehen, da die Aufenthaltsgenehmigung nach seinem Kenntnisstand abgelaufen war. Und ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland darf kein Spieler in der Fußball-Bundesliga eingesetzt werden.

"Wir machen der DFL keinen Vorwurf", sagte VfB-Sprecher Tobias Herwerth. Die Stuttgarter wollen die Aufenthaltsgenehmigung nun nachreichen und Akolo in der nächsten Woche beim Heimspiel gegen den FC Schalke 04 wieder einsetzen. Der Offensivspieler bestritt in dieser Saison bereits 15 Bundesliga-Spiele für den VfB.© dpa