Die Polizei setzt beim 109. Hamburger Stadtderby zwischen dem HSV und dem FC St. Pauli auf strikte Trennung der rivalisierenden Fan-Gruppierungen der beiden Fußball-Zweitligisten. Damit sollen Auseinandersetzungen und Ausschreitungen verhindert werden. "Das Fan-Verhältnis - man weiß es aus der Vergangenheit - kann man nicht als freundschaftlich bezeichnen", sagte Polizeisprecher Holger Vehren am Donnerstag.

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Die Partie am Freitag (18.30 Uhr/Sky und Sky-Channel bei Youtube) im Volksparkstadion gilt als Hochrisikospiel. Erstmals seit der Corona-Pandemie findet das emotionsgeladene Duell der nur sieben Kilometer entfernten Nachbarn im Volksparkstadion wieder vor 57 000 Zuschauer statt.

"Wir stellen uns darauf ein mit einem entsprechend großen Kräfteaufgebot", sagte Vehren. Die Polizei der Hansestadt bekommt auch Unterstützung aus anderen Bundesländern und der Bundespolizei. Genaue Zahlen konnte er noch nicht nennen.

Der angekündigte Bahnstreik am Freitag von 3.00 Uhr bis 11.00 Uhr hat laut Vehren keinen Einfluss auf die Gesamtsituation. Die HSV-Fans werden sich von 15.00 Uhr an am S-Bahnhof Stellingen treffen. Ein Großteil der Anhänger des FC St. Pauli kommt auf dem Jungfernstieg zusammen und fährt dann bis Othmarschen. Die Anmarschwege zum Stadion kreuzen sich so nicht.

Der Polizei-Einsatz beim vergangenen Stadtderby im Oktober 2022 rund um das Millerntor-Stadion hatte eine Diskussion über die Verhältnismäßigkeit der polizeilichen Maßnahmen ausgelöst. Vor allem ein auf Twitter kursierendes Video hatte für Aufsehen gesorgt. Es zeigte ein massives Vorgehen gegen Fans des FC St. Pauli. Bei dem gesamten Einsatz waren nach Angaben der Polizei damals 47 Personen in Gewahrsam genommen. Sie waren nach dem Spiel wieder entlassen worden. Damals waren 1445 Polizisten im Einsatz gewesen.  © dpa

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