• Baris Basdas gehörte bis August 2021 zum Kader von Hannover 96.
  • Seither spielt er in der Türkei.
  • Der Fußballprofi gehört zu den tausenden Menschen, die bei den verheerenden Erdbeben am 6. Februar verletzt wurden.

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Der frühere Hannover-96-Profi Baris Basdas gehört zu den mehreren tausend Verletzten nach den schweren Erdbeben in der Türkei. Das bestätigte sein Berater Serdar Topcu der dpa. "Bild.de" hatte als erstes darüber berichtet.

Der in Köln geborene Basdas spielt seit Februar 2022 für den türkischen Zweitligisten Yeni Malatyaspor. Nach Angaben seines Beraters sprang der 33-Jährige am frühen Montagmorgen nach den ersten Beben aus dem Fenster seines Zimmers, das im zweiten Stock des Trainingsgeländes seines Klubs liegt. Dort übernachten auch immer wieder mehrere Spieler von Malatyaspor.

Topcu: Basdas hat sich den Fuß gebrochen und an der Schulter verletzt

"Er hat sich den Fuß gebrochen und Probleme mit der Schulter", sagte Topcu, der telefonischen Kontakt zu seinem Klienten hält. "Es sind Minusgrade dort, es liegt Schnee. Aber die Spieler sitzen draußen auf dem Trainingsplatz des Vereins, weil sie sich dort am sichersten fühlen. Niemand traut sich wegen der vielen Nachbeben mehr in die Häuser."

Auch die medizinische Untersuchung bei Basdas sei nur "schnell, schnell gegangen", schilderte sein Berater. Aktuell gebe es in der Stadt zu wenig Ärztinnen und Ärzte für mehrere hundert Verletzte.

Torwart Eyüp Türkaslan wurde unter Trümmern begraben - Suche eingestellt

Wie der Klub auf seiner Website bekannt gab, wurde Torwart Eyüp Türkaslan in Malatya unter Trümmern begraben. Seine Ehefrau und das gemeinsame Kind konnten demnach gerettet werden, die Suche nach dem 28 Jahre alten Profi sei mittlerweile aber eingestellt worden.

Nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei und Syrien sind nach aktuellem Stand knapp 2.000 Menschen ums Leben gekommen. Allein in der Türkei sind es über 1.000, wie der Katastrophenschutzdienst Afad mitteilte. Bei den Erschütterungen stürzten in der Südosttürkei Tausende Gebäude ein.

Basdas hat die deutsche und die türkische Staatsbürgerschaft. Er spielte in der Jugend für den 1. FC Köln und Alemannia Aachen. 2009 wechselte er zum ersten Mal in die Türkei und stand dort unter anderem bei Kasimpasa in Istanbul, Alanyaspor und Kardemir Karabükspor unter Vertrag. 2020 kehrte der Innenverteidiger für eine Zweitliga-Saison zu Hannover 96 nach Deutschland zurück. (dpa/ank)