Teamchef Toto Wolff hat Formel-1-Superstar Lewis Hamilton nach der tagelangen Kritik an dessen Fernbleiben bei einem Formel-1-Showevent in London vehement verteidigt. Die Vorwürfe seine "ein Beleidigung" sagte Wolff.

"In Frage zu stellen, ob ein dreimaliger Weltmeister, der auch noch dabei ist, Michael Schumachers Pole-Rekord zu schlagen, sich richtig vorzubereiten versteht, ist eine Beleidigung", sagte Wolff am Samstag im Fahrerlager von Silverstone.

Nach fünf Jahren, in denen man mittlerweile zusammenarbeite, sei es das Wichtigste, dass sich Hamilton wohlfühle. "So bringt er seine Leistung an den Rennwochenenden." Die Kritik war aufgekommen, weil Hamilton ausgerechnet in seiner Heimat die PS-Show am Mittwochabend als einziger der 20 Fahrer ausgelassen hatte.

Hamilton holt Pole in Silverstone

Der 32-Jährige war mit Freunden nach Mykonos geflogen, um sich dort zu entspannen. Er hatte in den Rennen davor durch Probleme am Wagen bzw. an seiner Nackenstütze nur die Plätze fünf (Aserbaidschan) und vier (Österreich) belegt. Am Samstag in Silverstone holte er dann in souveräner Manier die Pole Position für den Großen Preis von Großbritannien. Vom Pole-Rekord Schumachers (68) ist der Brite nur noch eine entfernt. Es sei sein Führungsstil, Hamilton die Freiheit zu gewähren, die er brauche, um seine beste Leistung abzurufen, sagte Wolff.© dpa