• Beim Saisonauftakt der Formel 1 lässt Max Verstappen der Konkurrenz keine Chance.
  • Wer soll den Red-Bull-Star stoppen?
  • Rückkehrer Nico Hülkenberg dagegen fehlt in Bahrain das Glück.

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Im Wüsten-Langweiler von Bahrain ist Formel-1-Superstar Max Verstappen mit einer Machtdemonstration in seine Mission WM-Hattrick gestartet. Der Weltmeister der vergangenen beiden Jahre feierte am Sonntag beim Auftakt-Grand-Prix in Sakhir einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Sergio Perez und steht vor einer weiteren Saison der Superlative.

Alonso rast auf Platz drei

Auf den dritten Platz raste Fernando Alonso im Aston Martin, der auch von einem technischen Defekt bei Charles Leclerc im Ferrari profitierte. Formel-1-Rückkehrer Nico Hülkenberg musste sich im Haas nach Startplatz zehn und einer Kollision auf der Auftaktrunde mit Position 15 begnügen.

Schon bei den Testfahrten vor der Saison hatte sich angedeutet, dass Verstappen und Red Bull das Jahr ähnlich überlegen beginnen würden, wie sie 2022 beendet hatten. 15 der 22 Grand Prix hatte der Niederländer auf dem Weg zu seinem zweiten Titel in der Vorsaison gewonnen und damit einen Rekord aufgestellt. Nach den Übungstagen in Bahrain war nur noch die Frage gewesen, wie groß der Vorsprung von Red Bull tatsächlich ist.

So erstaunte es kaum, dass Verstappen und Teamgefährte Perez in der Qualifikation die erste Startreihe eroberten. Der Champion verteidigte seine Pole Position am Start souverän und enteilte den Verfolgern unwiderstehlich. Immerhin konnte Ferrari-Star Leclerc auf den ersten Metern Perez düpieren und fuhr in der ersten Rennhälfte als Zweiter durch die Geröllwüste von Sakhir.

Später musste der Monegasse aber nicht nur Perez wieder vorbei lassen, sondern in Runde 41 sogar mit einem Motorschaden aufgeben. "An solchen Tagen gibt es nicht sehr viel Positives. Wir müssen uns das anschauen und verstehen, was da passiert ist. Es ist echt schade", klagte Leclerc.

Schlechter Tag für Hülkenberg

Schlecht lief es auch für Comebacker Hülkenberg, der bei Haas das Cockpit von Mick Schumacher übernommen hat. Dabei hatte der Rheinländer als Quali-Zehnter noch für eine positive Überraschung gesorgt. "Wichtig ist es erstmal, die erste Runde zu überleben, da zu bleiben, wo man ist und dann darauf aufzubauen", hatte Hülkenberg gesagt.

In die Tat umsetzen konnte er diese Hoffnung nicht. Schon in Runde eins demolierte sich der 35-Jährige den Frontflügel, fiel immer weiter zurück und verlor die Punkteränge früh aus dem Blick. Er bekam außerdem noch eine Fünf-Sekunden-Strafe, weil er die Streckenbegrenzung mehrfach überschritten hatte.

Die Fan-Herzen höher schlagen ließ indes Altmeister Alonso. Der 41-Jährige hatte mit dem stark verbesserten Aston Martin schon mit Trainingsbestzeiten aufhorchen lassen. War sein Vorgänger Sebastian Vettel in der Vorsaison noch am schwächlichen Auto verzweifelt und am Jahresende zurückgetreten, scheint das Team nun einen großen Sprung gemacht zu haben. "Wir wollen mehr, weil sich der Wagen großartig anfühlt", sagte Alonso, der sogar auf mehr als Startplatz fünf gehofft hatte.

Auch im Rennen lieferte der Weltmeister von 2005 und 2006 mit seinen Duellen mit dem Mercedes-Duo Lewis Hamilton und George Russell und später der erfolgreichen Jagd auf Landsmann Carlos Sainz im Ferrari gutes Entertainment. Ansonsten aber blieben die ersten Runden der neuen Saison ziemlich ereignisarm.

Verstappen hatte nach wenigen Runden ein sattes Polster herausgefahren und konnte den Grand Prix nach Belieben kontrollieren. Am Ende des Feldes besorgte sich Hülkenberg eine neue Nase für seinen Haas und meldete kurz darauf erfreut: Jetzt läuft das Auto wieder. Prompt legte er die bis dahin schnellste Runde des Rennens hin. Als 18. aber ging es da für Hülkenberg längst nur noch darum, Erfahrungen für die kommenden Aufgaben zu sammeln.

Ocon wird zum Strafensammler

Ganz bitter lief es für Alpine-Fahrer Esteban Ocon, der sich als Strafensammler den Tag ruinierte. Erst verurteilten die Rennkommissare den Franzosen, weil er am Start zu weit vorn geparkt hatte. Weil er die Fünf-Sekunden-Strafe nicht korrekt abbrummte, erhielt er weitere zehn Sekunden Buße. Und dann fuhr der 26-Jährige auch noch zu schnell durch die Boxengasse - wieder fünf Sekunden Strafe.

Makellos dagegen absolvierte Verstappen den ersten der 23 Grand Prix des Jahres. Während Vize-Weltmeister Leclerc nach seinem Aus auf einer Vespa den Weg zurück ins Fahrerlager antrat, rollte der 25 Jahre alte Titelverteidiger ganz entspannt zu seinem 36. Formel-1-Rennsieg. Und schon nach dem müden Auftakt von Bahrain stellt sich die Frage: Wer soll diesen Verstappen in der neuen Saison überhaupt aufhalten? (dpa/mbo)  © dpa

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