Ferrari hat einen Rückschritt um 23 Jahre gemacht. Teamchef Mattia Binotto sieht die Situation beim traditionsreichsten Team der Formel 1 hingegen positiv. Die Scuderia stehe am Beginn eines Weges, der einst mit Michael Schumacher zum Erfolg führte.

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Ferrari-Teamchef Mattia Binotto will den italienischen Rennstall wieder so erfolgreich machen wie zu den Zeiten von Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher.

Ferrari sei heute mit den Jahren 1996/97 vergleichbar, als der deutsche Rennfahrer bei der Scuderia eingestiegen ist, sagte Binotto der Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" (Donnerstag).

Binotto betont die Parallelen zur Zeit mit Schumacher

"Wir sind auch ein junges Team (...). Da ist viel Hunger. Ich sehe viele Ähnlichkeiten mit damals." Binotto sehe die gleiche Vision, Leidenschaft, den gleichen Arbeitswillen und das gleiche Talent.

Gleichzeitig räumte er ein, dass Ferrari mit Ex-Weltmeister Sebastian Vettel schlecht in die Saison gestartet sei. "Ich weiß, dass wir viel von unseren Fans verlangen, die große Freude verdienen. Aber wir brauchen jetzt so sehr wie nie zuvor ihre Geduld und ihre Unterstützung."

Schumacher war von 1996 bis 2006 bei Ferrari und hat mit dem Rennstall fünf Mal den Weltmeistertitel gewonnen. Sohn Mick gehört inzwischen als Testfahrer der Scuderia an.

Heute hätte Ferrari auch "ein schönes Piloten-Paar", sagte Binotto, der einst als Motoren-Ingenieur an Schumachers späterer Titelserie beteiligt war. "Auf der einen Seite die Erfahrung von Vettel, auf der anderen Seite einen sehr schnellen Jungen wie (Charles) Leclerc." (dpa/hau)

Mercedes gewinnt immer und das auch noch zuverlässig im Doppelpack. Für Fans von Sebastian Vettel im Speziellen und Ferrari im Allgemeinen ist die laufende Formel-1-Saison eine schwere Prüfung. Und es gibt handfeste Gründe dafür, dass die Roten dem Tempo der Silbernen nicht folgen können.