Während mancherorts die Herbstferien schon enden, dauern sie woanders noch an oder beginnen erst. Autoclubs erwarten aber höchstens lebhaften Verkehr - und mahnen trotzdem zur Vorsicht.

Mehr Reisethemen finden Sie hier

Klingt eigentlich gut: Obwohl die Herbstferien in Bundesländern wie Hamburg und Hessen enden und mancherorts im Osten der Republik erst starten, müssen sich Autofahrer am kommenden Wochenende (16. bis 18. Oktober) nur auf mäßiges bis lebhaftes Verkehrsaufkommen einstellen. Das teilen der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC mit.

Einfach so losfahren sollen Reisende dennoch nicht: Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie können sich kurzfristig ändern, etwa Anreiseverbote oder die Ausweisung von Risikogebiete. Der ACE rät, sich vor dem Start aktuell darüber zu informieren.

Vereinzelt könnte es doch ziemlich eng auf den Straßen werden

Trotz weniger Verkehr als in den Vorjahren kann es vereinzelt ziemlich eng werden. Urlauber fokussieren sich verstärkt auf Inlandsziele und meiden eher Flugreisen. Dazu kommen, besonders bei gutem Wetter, Kurzurlauber und Tagesurlauber. Das kann genauso zu Behinderungen führen wie eine der über 700 Baustellen, die der ADAC gezählt hat. Außerdem müssen Reisende Behinderungen durch Herbstgefahren wie schlechte Sicht oder Wildwechsel einkalkulieren. Selbst mit einem Wintereinbruch ist nun schon zu rechnen.

Da sich noch viele Bundesländer in den Ferien befinden, fällt der typische Pendlerverkehr am Freitag voraussichtlich etwas geringer aus als sonst. Dennoch sei bis in den Abend noch einiges los, so der ACE.

Moderater sieht es am Samstag aus. Dann kann auf den Routen zu den Alpen eng werden. Das gilt auch für die Fernstraßen von und zu den Küsten, besonders bei schönem Wetter. Davon ist auch die Lage am Sonntag abhängig, der ansonsten ruhig verlaufen sollte.

Auf diesen Strecken kann es voll werden

Neben den Großräumen Berlin und Rhein-Ruhr ist insbesondere auf den Fernstraßen zu und von der Nord- und Ostsee mit Staus zu rechnen. Außerdem auf folgenden Autobahnabschnitten in beiden Richtungen:

  • A1 Lübeck - Hamburg - Bremen - Münster - Köln
  • A1 / A3 / A4 Kölner Ring
  • A2 Dortmund - Hannover
  • A3 Köln - Frankfurt - Nürnberg - Passau
  • A4 Aachen - Köln - Olpe und Erfurt - Görlitz
  • A5 Hattenbacher Dreieck - Karlsruhe - Basel
  • A6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
  • A7 Flensburg - Hamburg - Hannover - Würzburg - Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
  • A9 Halle/Leipzig- Nürnberg - München
  • A10 Berliner Ring
  • A24 Hamburg - Berlin
  • A61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
  • A72 Leipzig – Chemnitz - Hof
  • A81 Stuttgart - Heilbronn
  • A93 Inntaldreieck - Kufstein
  • A95 / B2 München - Garmisch-Partenkirchen
  • A96 München - Lindau
  • A99 Umfahrung München

Wartezeiten an den Grenzen

Etwas dichter kann der Verkehr in Österreich und in der Schweiz am ehesten auf der Tauern-, Fernpass-, Brenner-, Rheintal- und Gotthard-Route. Der Auslandsreiseverkehr dürfte laut ADAC coronabedingt geringer ausfallen als sonst. Allerdings können wie in Deutschland die Strecken zu den Wanderzielen der Alpen bei schönem Wetter stärker befahren sein. Und: Der eine oder andere Alpenpass könnte aufgrund der Witterung bereits gesperrt sein. Der ACE informiert auf seiner Seite darüber.

An den Grenzen rechnet der ADAC mit Wartezeiten durch intensive Personenkontrollen. Über die Wartezeiten an den deutsch-österreichischen Grenzübergängen Walserberg, Kiefersfelden und Suben informiert die österreichische Infrastrukturgesellschaft Asfinag online. Wer aus Risikoregionen zurückkommt, müsse sich auf Quarantänemaßnahmen einstellen, so der Autoclub. (mgb/dpa)