Über 500 Kilometer Mittelmeerküste bietet Katalonien. Klar, dass da ein Abstecher an den Strand nicht fehlen darf. Von der Goldenen Küste, der Costa Daurada, im Süden bis an die Costa Brava, dem nördlichsten Küstenstreifen Kataloniens – feine Sandstrände und teils türkisblau leuchtendes Wasser sind überall zu finden. An Nachtlagern für Reisemobile herrscht kein Mangel. Stell- und Campingplätze, von spartanisch bis luxuriös, verteilen sich entlang der gesamten Küstenregion.

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Goldene und Wilde Küste: Costa Daurada und Costa Brava

Sportbegeisterte dürften sich an der Costa Brava wohlfühlen. Den Namen, der übersetzt "Wilde Küste" heißt, trägt der Abschnitt nicht umsonst. An den Stränden von St. Pere Pescador oder Empuriabrava locken beste Wind- und Wasserbedingungen Wind- und Kitesurfer in die Wellen.

Allen voran hat sich Empuriabrava als Mekka für Wassersport und als beliebter Touristenort etabliert. Den kleinen Ort durchzieht ein gitterförmiges Netz aus Wasserkanälen, das besonders gut aus der Luft erkennbar ist. Ein bisschen Mut bedarf der Blick von oben allerdings. Der nahe gelegene Flugplatz macht Empuriabrava ebenfalls zu einem beliebten Ort für Fallschirmspringer.

Kataloniens geografische Lage schenkt der Region ihre reizvolle landschaftliche Vielfalt. Im Kontrast zur lebendigen Küste stehen das ruhigere Hinterland und nicht zuletzt die Ausläufer der Pyrenäen. Von Empuriabrava benötigt es weniger als eine Stunde Fahrt in Richtung Westen, bis man sich in der Gemeinde Albanyà befindet und grüne, bergige Landschaft einen umgibt. Hier, fernab dicht besiedelter Gebiete, lässt auch die Lichtverschmutzung nach. Auf der offiziellen Liste der IDA (International Dark-Sky Association) ist Albanyà als dunkelster Ort Spaniens gelistet.

Beste Bedingungen also, um den Nachthimmel zu observieren. Besonders gut geht das in der Sternenwarte "Observatori Astronòmic Albanyà". Wer eine abendliche Sternenbeobachtung bucht, darf sich außerdem auf eine spannende Vorführung der Astronomen vor Ort freuen. Übernachten kann man im Anschluss auf dem benachbarten Campingplatz.

Die mittelalterliche Stadt Girona

Gironas magisches mittelalterliches Flair machten sich die Produzenten der Erfolgsserie "Game of Thrones" zunutze. So diente die Stadt als Kulisse für Teile der sechsten Staffel. Für Interessierte werden spezielle Stadtführungen angeboten, die sie an die Drehorte der Fantasy-Serie bringen.

Schönstes Beispiel: Die Kathedrale Santa Maria. Aus einem Meer farbenfroher Häuserfassaden ragt sie empor und prägt das Stadtbild von Girona wie kein anderes Bauwerk. Und spätestens wenn man sich der Westflanke der imposanten Bischofskirche nähert, fühlt man sich wie in eine andere Zeit versetzt. 90 steinerne Stufen führen hier zum eisernen Portal, das in die barocke Fassade eingelassen ist. Aber nicht nur deshalb lohnt der Aufstieg. Betritt man das 23 Meter breite Längsschiff der Kathedrale, eröffnet sich einem der Blick auf das größte Rippengewölbe der Welt. Nicht umsonst gilt sie als eine der schönsten Kirchen in ganz Spanien.

Anders als in der rund 100 Kilometer entfernten Metropole Barcelona ist innerhalb der 100.000-Einwohner-Stadt Girona vieles zu Fuß erreichbar. Nur einen kurzen Spaziergang von der Kathedrale entfernt befindet sich "El Call", das am besten erhaltene jüdische Viertel Europas. Verwinkelte, mit Kopfstein gepflasterte Gassen, steile Treppen und malerische Hinterhöfe charakterisieren diesen Teil der Altstadt, der bis Ende des 15. Jahrhunderts von der jüdischen Gemeinschaft bewohnt wurde.

Kunstgenuss und malerische Radtouren

Mit Fantasie kannte sich auch Salvador Dalí aus. Der exzentrische Künstler ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten Kataloniens. Sowohl sein Geburtshaus als auch seine letzte Ruhestätte liegen in Figueres, knapp 50 Kilometer nördlich von Girona.

Zum Pflichtprogramm gehört dort das Teatre-Museu Dalí. Das vom Meister selbst entworfene Gebäude allein ist bereits ein Kunstwerk. In den Hauptreisezeiten muss in Figueres allerdings mit recht großem Touristenandrang gerechnet werden. Weit weniger Trubel erlebt man, wenn man von Girona ein Stück gen Osten fährt. Kurz vor der Küste liegen malerische Orte wie Pals und Peratallada.

Wer mag, erkundet die Gegend auf zwei Rädern und tauscht Reisemobil gegen E-Bike. Die Fahrt von einem historischen Städtchen zum nächsten führt auf gut ausgebauten Wegen durch Sumpfland und weitläufig angelegte Reisfelder. Perfekter Ausgangspunkt für die Radtour ist die idyllische Apfelplantage "Mooma" mit E-Bike-Verleih und angeschlossenem Restaurant, das traditionelle Gerichte und moderne Küche kombiniert. Perfekt, um sich nach der Tour zu stärken. Dazu gibt es feinen, hausgemachten Apfelcider. Wie sagt man so schön auf katalanisch: Txin-Txin!

Der besondere Tipp: Cava Català

Er ist der Champagner Kataloniens und kulinarischer Exportschlager. Die Herstellung des Schaumweins gleicht der des französischen Pendants. Anders als beim Sekt, muss die zweite Gärung in der Flasche erfolgen. Nur dann darf sich der Tropfen "Cava" nennen. Eine Führung durch die beeindruckenden Hallen der Kellerei "Castillo Perelada", eines der bekanntesten Hersteller des Edelweins, veranschaulicht den Prozess von der Traube bis zum Endprodukt. perelada.com

Stellplätze

1. Area Camper Park Massís Montgrí

Gebührenpflichtiger Stellplatz für 36 Mobile am Ortsrand. Überwiegend eben, teilweise schattig, beleuchtet, Wiesenuntergrund. Preis pro Nacht inklusive zwei erwachsener Personen: je nach Saison 9–13 Euro. Bezahlung beim Betreiber. Wasser, Entsorgung, WC, WLAN im Übernachtungspreis enthalten. Strom: 4 Euro/Tag, Dusche: 1 Euro/ 7 Min. V+E für Durchreisende: 3 Euro. Saison: ganzjährig nutzbar.

2. Area de Caldes de Malavella

Gebührenfreier Stellplatz für 5 Mobile. Überwiegend eben, teilweise schattig, beleuchtet. Sandiger und betonierter Untergrund. Zentrum zu Fuß erreichbar. Strom, Wasser, Entsorgung Grauwasser und Chemie-WC im Übernachtungspreis enthalten. V+E für Durchreisende: kostenlos. Maximaler Aufenthalt: 2 Nächte. Saison: ganzjährig nutzbar.

3. Restaurant Can Pau

Gebührenfreier Stellplatz für 25 Mobile außerorts an einem Restaurant. Überwiegend eben, teilweise schattig, beleuchtet. Sandiger Untergrund. Wasser, Entsorgung Grauwasser und Chemie-WC kostenlos. V+E für Durchreisende: kostenlos. Maximaler Aufenthalt: 2 Nächte. Saison: ganzjährig nutzbar.

4. Aparcament del Castell

Gebührenfreier Stellplatz für 10 Mobile auf einem Parkplatz. In der Nähe: Altstadt, Museen. Maximaler Aufenthalt: 1 Nacht.

5. Area Autocaravanes Girona

Gebührenfreier Stellplatz am Ortsrand auf einem Parkplatz. Überwiegend eben, kein Schatten. Untergrund Schotterrasen. V+E für Durchreisende: kostenlos.

6. Autocaravaning Palamos

Gebührenpflichtiger Stellplatz für 96 Mobile am Ortsrand vor einem Campingplatz. Teilweise schattig, Wiesenuntergrund. Entfernung zum Zentrum 780 Meter. ÖPNV-Anschluss am Stellplatz. Preis pro Nacht: je nach Saison 12–20 Euro. Bezahlung beim Platzwart. Strom, Wasser, Entsorgung Grauwasser und Chemie-WC, WLAN im Übernachtungspreis enthalten.

7. Center Historique

Gebührenfreier Stellplatz für 6 Mobile am Ortsrand auf einem Parkplatz. Überwiegend eben, teilweise schattig, beleuchtet. Geschottert und asphaltiert. Wasser, Entsorgung im Übernachtungspreis enthalten. V+E im Winter nicht verfügbar.

Camping

1. Camping Bassegoda Park

Gut ausgestatteter Platz im Naturschutzgebiet Alt Empordà. Leicht geneigtes, durch Hecken gegliedertes Gelände mit Laubbäumen. Von Dauercampern und Mietunterkünften geprägt. 7 ha, 133 Touristenplätze, 24 Dauercamper, 57 Mietunterkünfte. Saison: Anfang März bis Mitte Dezember. 32,30–51,90 Euro (2 P./Mobil).

2. Camping La Ballena Alegre

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Top ausgestatteter und gepflegter Platz direkt an einem breiten Sandstrand mit besonderem Augenmerk auf Nachhaltigkeit. Ebenes Wiesengelände. Wellness- und Fitnessbereich, diverse Sportangebote, schalldichte Diskothek. Restaurant und Supermarkt. 24 ha, 809 Touristenplätze, 316 Mietunterkünfte. Saison: Mitte Mai bis Mitte Oktober. 44,30–105,55 Euro (2 P./Mobil).  © Promobil

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