Düsseldorf - Mit einem neu geschaffenen Ausbildungsangebot können junge Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen bald "Fachpraktiker" in Service, Betreuung oder Hauswirtschaft werden.

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Das Angebot richte sich an Menschen, für die aufgrund der Art und Schwere ihrer Behinderung eine herkömmliche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nicht infrage komme, teilte das Arbeits- und Sozialministerium mit.

Die Ausbildung "Fachpraktiker/in Hauswirtschaft und personenorientierte Serviceleistungen" kombiniere Inhalte der Hauswirtschaft und Personenbetreuung. Sie qualifiziere für Arbeiten in Service, Betreuung und Unterstützung des Alltags von Senioren, Jugendlichen und Kindern sowie für Hauswirtschaft etwa in Sozial- und Gesundheitseinrichtungen oder Betrieben.

Mehr Praxis, weniger Theorie

Die Bereiche seien nun erstmals zu einer bundeseinheitlichen Fachpraktiker-Ausbildung zusammengefasst worden. In der Ausbildung werden praktische Inhalte stärker gewichtet, während die Theorie reduziert wird. Hiervon profitierten besonders Auszubildende mit einer Lernbehinderung, hieß es. Der neue Ausbildungsberuf wird voraussichtlich erstmals ab dem Ausbildungsjahr 2025/2026 angeboten.

Die großen Potenziale von Menschen mit Behinderung müssten besonders in Zeiten des Arbeitskräftemangels endlich erkannt werden, sagte NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). "Gerade junge Menschen mit Lernbehinderung werden häufig von einer regulären Ausbildung ausgeschlossen, obwohl sie starke praktische Fähigkeiten haben, die sie einbringen können." Von ihrer Inklusion profitierten alle Beteiligten – die Jugendlichen selbst und die Betriebe.  © Deutsche Presse-Agentur

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