Neubrandenburg (dpa/mv) - Nach dem Farbanschlag auf das Karl-Marx-Denkmal in Neubrandenburg sucht die Polizei weiter nach dem Verursacher.

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Bisher gebe es aber keine heiße Spur, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Neubrandenburg. Inzwischen wurde die rote Farbe wieder vollständig von der 2,20 Meter hohen Bronzefigur entfernt. Dazu war eine Spezialfirma von der Stadt beauftragt worden. Ein Passant hatte die Polizei am Donnerstagmorgen alarmiert. Unbekannte hatten vermutlich einen Farbbeutel gegen den Kopf der Statue geworfen. Dunkelrote Farbe sei heruntergelaufen bis auf den Steinsockel.

Hinweise auf einen politischen Hintergrund gebe es bisher nicht, hieß es. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts der Sachbeschädigung, man habe Spuren am Denkmal sichern können, hieß es. Die Bronzefigur war erst Ende 2018 nach jahrelangem Streit wieder aufgestellt worden. Sie kam aber nicht mehr im Stadtzentrum wie früher, sondern ein paar hundert Meter weiter in einen kleinen Park am Schwanenteich am Friedrich-Engels-Ring unter.

Das Auftragswerk des Berliner Bildhauers Gerhard Thieme (1928-2018) stand von 1969 bis nach 1990 auf dem Marktplatz, dem damaligen Karl-Marx-Platz. Später war sie jahrelang eingelagert gewesen.  © dpa

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