Berlin (dpa/bb) - Die Königin im Nacktmull-Gehege des Tierparks Berlin ist nach sechsjähriger "Amtszeit" gestürzt worden.

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Das Tier starb bei den Machtkämpfen mit jüngeren Thronanwärterinnen, wie der Tierpark am Mittwoch mitteilte: "Es wurde sehr rabiat gekämpft." Mittlerweile sei aber Ruhe im Gehege eingekehrt - ein Zeichen dafür, dass sich eine neue Königin durchgesetzt habe. Nacktmulle sind Nagetiere, die Ratten ohne Fell ähneln.

Mit einem blutigen Machtkampf zwischen den Nacktmull-Weibchen ist laut Tierpark in der Regel etwa alle fünf Jahre zu rechnen. Nacktmulle organisieren sich ähnlich wie Ameisen oder Bienen in einem matriarchalen System, wo nur ein Weibchen mit ausgewählten Männchen für den Nachwuchs sorgt. Die abgesetzte Nacktmull-Königin hatte in sechs Jahren 450 Tiere zur Welt gebracht - etwa alle 80 Tage einen Wurf von bis zu 28 Nacktmull-Babys.

Nicht nur ihre streng hierarchische Ordnung macht die Nacktmulle zu außergewöhnlichen Säugetieren. Die aus Ostafrika stammenden Nager zeichnen sich auch durch ihr vermindertes Schmerzempfinden und ihre Immunität gegen Krebs aus.  © dpa

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