Sinsheim (dpa/lsw) - Mehrere Greifvögel sind im Rhein-Neckar-Kreis wohl einem Tierhasser zum Opfer gefallen, der vergiftete Köder aus Hühnerfleisch ausgelegt hatte. Die Polizei ermittelt nach Angaben vom Freitag wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

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Eine Spaziergängerin hatte den Angaben nach Ende Februar an einem Feld in Sinsheim mehrere verendete Vögel entdeckt. Mit der Zeit summierte sich die Zahl auf drei Rote Milane und zwei Bussarde, die aber nicht offensichtlich verletzt waren. Zudem wurden Hühnerteile gefunden. Diese und die Vogelkadaver reichte die Polizei an die Chemisch-Veterinärische Untersuchungsanstalt Karlsruhe weiter.

Nach etwas mehr als drei Monaten steht nun fest, dass vier Vögel vergiftet wurden. "Bei einem weiteren war der Verwesungsgrad bereits so weit fortgeschritten, dass ein Gift nicht mehr nachgewiesen werden konnte", teilte die Polizei mit. In den Hühnerteilen seien die gleichen Giftstoffe festgestellt worden. "Dies lässt nur den einen Schluss zu, dass die Hühnerteile mit Giften versetzt, absichtlich ausgelegt wurden", erklärten die Ermittler. Die Greifvögel hatten demnach von dem Aas gefressen und waren daraufhin verendet.

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