Düsseldorf - Ganz wichtig zu wissen: Werden an Alzheimer Erkrankte aggressiv, ist das niemals persönlich gemeint. Sondern es ist allein durch die Krankheit bedingt, erklärt die Alzheimer Forschung Initiative (AFI).

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Die Auslöser können ganz simpel sein: Laute Geräusch etwa oder zu viel Licht. Die Betroffenen leben immer mehr in ihrer eigenen Realität, das heißt, gewohnte Abläufe sind ihnen auf einmal fremd, sie verstehen das Verhalten anderer nicht mehr. Das verunsichert, macht wütend oder eben auch aggressiv.

Vor der Tür tief durchatmen

Bei allem grundsätzlichen Verständnis können Angehörige allerdings in einer konkreten Situation einfach nur noch überfordert sein. Dann ist es gut, das Zimmer kurz zu verlassen, um tief durchzuatmen und sich wieder zu sammeln. Was nichts bringt: Erkrankte zurechtzuweisen oder Dinge richtigzustellen. Das schürt deren Ärger nur noch.

Hilfreicher ist eine wertschätzende und einfühlsame Haltung. Diese bremst Aggressionen aus. Versuchen Sie, sich auf die Gedankenwelt des Alzheimer-Patienten einzulassen. Sprechen sie langsam, deutlich und in kurzen Sätzen mit ihm oder ihr und nutzen Sie Gesten und Körpersprache. Fragen sollten mit Ja oder Nein beantwortet werden können.

Auslöser vorausschauend vermeiden

Vielleicht können Sie herausfinden, was die Aggression ausgelöst hat und es abstellen. Und generell darauf achten, dass der Alltag des kranken Angehörigen so einfach wie möglich aussieht. Also bestimmte Abläufe beibehalten, in der Wohnung nichts umstellen, Termine früh genug ankündigen und Aggressionsauslöser wie grelles Licht oder zu viel Lärm reduzieren.  © Deutsche Presse-Agentur

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