Gütersloh - Studieren an Uni oder HAW? Die Unterschiede zwischen den Hochschultypen sind zwar nicht mehr so groß wie früher, Studieninteressierte müssen sich trotzdem auf unterschiedliche Profile einstellen. Darauf macht das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in einem Ratgeber aufmerksam.

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Was steckt eigentlich hinter den Titeln? Während früher der Name Fachhochschule (FH) geläufig war, nennt sich Angaben des CHE zufolge heute nur noch rund jede achte Einrichtung so. Meist bezeichnen sich die Institutionen einfach als Hochschule. Seit Anfang der 2000er Jahre ist auch die Bezeichnung Hochschule für angewandte Wissenschaften, kurz HAW, möglich. Mittlerweile ist laut CHE jede zweite Hochschule in Deutschland eine HAW.

Was unterscheidet HAW und Uni?

Wer nun von verschiedenen Hochschultypen Zusagen für das Sommersemester bekommen hat, sollte sich mit den jeweiligen Stärken und Besonderheiten auseinandersetzen. Ein Studiengang an einer Uni ist laut CHE in der Regel immer noch etwas theorie- und forschungsorientierter, während eine HAW eher praxisbezogen aufgestellt ist. Lehrende müssen hier zum Beispiel zwingend Berufspraxis außerhalb der Hochschulwelt gesammelt haben.

Auch zu berücksichtigen: In einem HAW-Bachelorstudiengang ist meist ein Praxissemester verpflichtend. Ein Bachelorstudium an der HAW dauert entsprechend häufig insgesamt sieben Semester, ein anschließender Master an der HAW dafür nur drei.

Hochschultyp hat meist keinen Einfluss auf Einkommen

Einige Fächer wie Lehramt, Medizin oder Jura bieten weiterhin fast ausschließlich Universitäten an, andere gibt es hauptsächlich an HAW. Besonders in den Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften finden Interessierte aber Studiengänge an beiden Hochschultypen, erklären die Hochschulexperten.

Und wie sieht es mit den Berufschancen aus? Es sei nicht mehr so, dass Absolventinnen und Absolventen mit Universitätsabschluss später grundsätzlich mehr Geld verdienen, so das CHE. Die Abschlüsse an Universitäten und HAW sind gleichgestellt. Vielmehr beeinflussen das jeweilige Studienfach und der erreichte Abschluss das Einkommen.  © dpa

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