• Lichterketten und andere Deko-Artikel sind für einige in der Adventszeit ein Muss - auch außerhalb der eigenen vier Wände.
  • Wer sein Heim außen und innen weihnachtlich dekoriert, sollte allerdings die rechtlichen Grenzen kennen.
  • Denn Nachbarn und Passanten könnten sich gestört fühlen oder sogar gefährdet werden.

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Ein Mindestmaß an Gemütlichkeit durch Lichterketten und Dekoration werden sich wohl einige Menschen trotz der Energiekrise bewahren wollen. Gerade Mieterinnen und Mieter sollten aber wissen, was in Sachen Dekoration erlaubt ist und was nicht.

Innerhalb der eigenen vier Wände sowie die Innenseiten der Fenster und des Balkons dürfen Mietparteien nach Belieben dekorieren. Das stellt der Mieterverein München klar.

Weihnachtsdeko darf niemanden gefährden

Anders verhält es sich, wenn Weihnachtsschmuck außerhalb der Wohnung angebracht ist - also etwa vor den Fenstern, an der Fassade oder im Treppenhaus. Wichtig sei dann vor allem, dass von der Dekoration keine Gefahr für andere ausgehe.

"Die Engel, Weihnachtsmänner und Sterne müssen so befestigt werden, dass sie auch bei Schneesturm nicht abstürzen und möglicherweise Passanten gefährden", sagt Angela Lutz-Plank, Geschäftsführerin des Mietervereins München.

Rücksichtsnahmegebot: Lichterketten nachts ausschalten

Wer die Fassade seines Hauses schmücken möchte und sie dazu anbohren muss, benötigt immer die Genehmigung des Vermieters. "Hier handelt es sich um einen Eingriff in die Bausubstanz", erklärt Lutz-Plank. Das Bohren könnten Vermieter untersagen.

Grundsätzlich gilt zudem immer das sogenannte Rücksichtnahmegebot. "Niemand darf durch Weihnachtsschmuck wie blinkende Lichter oder singende Rentiere am Schlafen gehindert werden", sagt Lutz-Plank. Wer Ärger vermeiden will, sollte Beleuchtungen darum zu den üblichen Ruhezeiten, also zwischen 22 und 6 Uhr, ausschalten.

Gemeinsames Treppenhaus nicht nach Lust und Laune dekorieren

Deko im Treppenhaus muss von Nachbarinnen und Nachbarn nicht ohne Weiteres hingenommen werden, weil es von allen gleichermaßen genutzt wird. Darum können einzelne laut Mieterverein München nicht dekorieren, wie sie möchten - auch Vermieter nicht. Brennende Kerzen seien wegen Brandgefahr ohnehin tabu, sagt Lutz-Plank. (sbi/dpa)

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