Licht, Kühlschrank, Waschmaschine: So sparen Sie Strom im Haushalt

In Ihrem Zuhause lauern überall potenzielle Stromfresser, ob in Küche, Bad, Wohnzimmer oder Kinderzimmer. Mit folgenden Tipps können Sie diese Bereiche in Ihrem Haushalt ganz genau unter die Lupe nehmen und so vielleicht auch an der ein oder anderen Stelle Strom sparen.

Fangen wir beim Kühlschrank an: Er ist groß und jeden Tag 24 Stunden im Einsatz. Alte Kühlschränke sind richtige Stromfresser und leeren über mehrere Jahre gesehen Ihren Geldbeutel. Lassen Sie die Finger von alten gebrauchten Kühlschränken, die Sie günstig über Kleinanzeigen kaufen können. Sie werden am Ende draufzahlen.
Mehrkosten für einen neuen Kühlschrank lohnen sich schon nach wenigen Jahren. So können Sie zum Beispiel bei einem Gerät mit einem jährlichen Verbrauch von circa 166 kWh im Vergleich zu einem 15 Jahre alten Gerät jedes Jahr bis zu 116 Euro sparen. Achtung bei Schnäppchen für Neugeräte: Der Unterschied beim Stromverbrauch der Energieeffizienzklassen A+ und A+++ ist immer noch beachtlich.
Bildet sich in Ihrem Gefrierschrank eine Eisschicht, wird es höchste Zeit zum Abtauen. Mit zunehmender Eisschicht erhöht sich der Stromverbrauch. Das gilt unabhängig von der Energieeffizienzklasse Ihres Kühlgerätes, daher sollten Sie es in jedem Fall regelmäßig abtauen.
Verwenden Sie beim Kochen immer einen passenden Deckel für Ihre Töpfe. So senken Sie den Energieverbrauch beachtlich. Das Nudelwasser braucht ohne Deckel nicht nur länger, bis es kocht, sondern kostet auch mehr Geld. Wenn Sie einen Elektroherd haben, lohnt es sich bei geringen Mengen, Wasser im Wasserkocher zu erhitzen.
Tatsächlich können Sie auch mit der richtigen Handhabung des Wasserkochers Geld sparen! Wenn Sie einfach nur eine Tasse Tee zubereiten möchten, brauchen Sie nicht gleich die ganze Kanne füllen. Laut co2online.de, einer gemeinnützigen Beratungsgesellschaft für Klimaschutz, können Sie bis zu zehn Euro pro Jahr sparen, wenn Sie die Füllmenge beim Wasserkocher beachten.
Nutzen Sie die Energie Ihres Backofens effizienter, indem Sie auf Vorheizen verzichten. Die meisten Verpackungen von Pizza und Co. geben zwar an, dass Vorheizen notwendig ist, aber das muss nicht sein. Die Garzeiten sind dann natürlich länger, dafür heizt der Backofen nicht ins Leere. Sie können außerdem Strom sparen, wenn Sie die Restwärme von Backöfen und Elektroherdplatten nach dem Ausschalten nutzen.
Die meisten Waschmaschinen verfügen über Programme mit Vorwäsche. Das ist wirklich unnötig. Auch ohne Vorwäsche wird Ihre Wäsche normalerweise sauber. Waschprogramme mit hohen Temperaturen sind bei den heutigen Waschmitteln nicht notwendig. Waschen Sie bei 30 Grad Celsius und sparen Sie so bei der Stromrechnung. Das Erhitzen des Wassers benötigt drei Viertel der Energie eines Waschgangs.
Mehrköpfige Familien schätzen die Benutzung eines Trockners, da das Gerät lästige Hausarbeit erspart. Doch natürlich ist die Benutzung eines Wäscheständers oder einer Wäscheleine viel günstiger. Wenn Sie nicht ganz auf Ihren Trockner verzichten möchten, versuchen Sie zumindest den Gebrauch einzuschränken: Das Aufhängen von Handtüchern ist im Nu erledigt und schont am Ende Ihren Geldbeutel.
Viele Waschmaschinen und Spülmaschinen haben sogenannte Eco-Programme. Das Wasser wird dabei weniger erwärmt, durch längeres Einwirken von Wasch- oder Spülmittel wird weniger Wasser verbraucht. Lassen Sie sich nicht von der längeren Laufzeit der Ökoprogramme abschrecken: Sie sparen wirklich Strom. Hin und wieder sollten Sie aber Ihre Waschmaschine bei 90 Grad Celsius laufen lassen, um Keime abzutöten.
Warmwasserspeicher erhitzen Wasser auf eine bestimmte Temperatur und speichern es auf Abruf zwischen. Wenn Sie den ganzen Tag außer Haus sind, ist das unnötige Energieverschwendung. Nutzen Sie Zeitschaltuhren, um festzulegen, wann Sie Warmwasser benötigen. Auch die eingestellte Temperatur ist ausschlaggebend beim Stromverbrauch. 60 Grad Celsius reichen für Bad und Küche völlig aus.
Machen Sie einfach mal das Licht aus und verzichten Sie auf dauerhafte Festbeleuchtung zu Hause. Auch wenn das Zusammenspiel von verschiedenen Lampen im Wohnzimmer schön aussieht, ist es doch recht unnötig. Achten Sie mehr auf die Benutzung der Lichtschalter. Wenn Sie sich gerade nicht im Flur aufhalten, muss das Licht dort nicht brennen, oder?
In der EU werden die meisten Glühlampen und auch viele Halogenlampen nicht mehr produziert. Trotzdem gibt es noch einen Restbestand in vielen Haushalten. Überprüfen Sie alle Lampen in Ihrer Wohnung und steigen Sie auf LED um. Laut Stiftung Warentest amortisiert sich der höhere Preis für eine LED-Lampe im Vergleich zu einer Halogenglühlampe bereits nach einem Jahr.
Tag und Nacht online sein: Fragen Sie sich, ob das wirklich notwendig ist. Sie könnten Ihren WLAN-Router nachts vom Strom nehmen und ein paar Euro sparen. In den Einstellungen des Geräts können Sie festlegen, dass es sich nachts automatisch abstellt.
Falls Sie noch einen alten Desktop-PC an Ihrem heimischen Schreibtisch stehen haben, tauschen Sie ihn nach Möglichkeit gegen einen Laptop aus. Mobile Geräte brauchen weniger Energie. Wenn Sie dann bei Ihren mobilen Geräten auch noch den Energiesparmodus aktivieren, können Sie einiges an Strom sparen.
Versteckte Stromfallen sind auch Ladegeräte für Handys oder Laptops, die dauerhaft in der Steckdose stecken. Selbst wenn gerade kein Endgerät an sie angeschlossen ist, ziehen sie Saft aus der Steckdose. Stecken Sie die Ladegeräte also immer ab, wenn sie nicht in Gebrauch sind.
Riesengroße Plasma-Fernseher sind echte Stromfresser. Besser sind kleinere Geräte mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Beim Kauf eines Fernsehers gilt: Je größer der Bildschirm, desto wichtiger die Energieeffizienzklasse, sonst schnellt die Stromrechnung in die Höhe.
Oft werden alte Röhrenfernseher im Kinderzimmer als Zweitgerät geparkt. Falls Sie so ein Urgestein der TV-Technik bei Ihrem Kind abgestellt haben, entsorgen Sie es ganz schnell und sparen Sie effektiv Strom. Achtung auch bei Spielkonsolen, die dauerhaft angestöpselt und mit einem Bildschirm verbunden sind ...
Fernseher, Lautsprecherboxen, Hifi-Anlage, DVD-Spieler, Drucker: Sie stehen in vielen Haushalten im Standby-Modus. "Standby" bedeutet nichts anderes als Bereitschaft. Dieser vermeintliche Ruhemodus kostet Sie jährlich viel Strom. Wann immer möglich, schalten Sie Ihre Geräte, die Sie gerade nicht aktiv nutzen, komplett ab. Praktisch sind dabei Steckdosenleisten mit An- und Ausschalter.