• Gefälschte Angebote, Phishing-Mails oder auch vorgetäuschte Käufe: Die Verbraucherzentrale warnt vor Betrugsmaschen im Internet, bei denen Ihre persönlichen Daten missbraucht werden.
  • Bei sogenanntem Identitätsdiebstahl verwenden Kriminelle Ihren Namen und Ihre Adresse, um sie für kostspielige Online-Käufe zu missbrauchen.
  • Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten, um nicht in die Identitätsdiebstahl-Falle zu tappen.

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Identitätsdiebstahl klingt kompliziert, ist es aber leider nicht. Betrügerinnen und Betrügern reicht oft schon ein echter Name mit zugehöriger Postadresse, um auf virtuellen Beutezug zu gehen, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

An die Daten gelangen die Kriminellen etwa über Phishing-Mails oder Online-Fallen mit gefälschten Angeboten, in die jemand tappt und ungewollt seine Daten preisgibt, erklären die Verbraucherschützer. Doch nicht nur diejenigen, die etwas kaufen möchten, müssen sich vor solch einer Falle fürchten.

Täter bitten um persönliche Daten - und gehen dann auf Beutezug

Auch Menschen, die im Internet selbst Dinge verkaufen auf Plattformen wie etwa Ebay Kleinanzeigen oder auch dem Facebook Marketplace, können Opfer von Identitätsdiebstahl werden. Wenn ein potenzieller Käufer Sie um Ihren vollständigen Namen samt Postadresse, E-Mail-Adresse und Ihrer Telefonnummer bittet, obwohl noch keine Transaktion zustande gekommen ist, sollten Sie unbedingt Vorsicht walten lassen.

Fragen Sie nach, wofür Ihre Daten gebraucht werden und entscheiden Sie sehr genau, ob Ihre Daten für den Kauf beziehungsweise Verkauf tatsächlich notwendig sind oder ob Sie sie einer fremden Person besser nicht preisgeben.

Danach läuft die Masche so ab: Der fremde Name wird samt gestohlener Anschrift für die Anmeldung in einem Onlineshop missbraucht. Anschließend bestellen die Täterinnen und Täter auf Rechnung, wobei die gestohlene Anschrift nur als Rechnungsadresse fungiert. Liefern lassen die Betrüger natürlich an eine andere Adresse.

Die Mahnungen bekommen nur die Täter

Bestellbestätigungen und Mahnungen wegen ausbleibender Zahlungen gehen per E-Mail an eine von den Kriminellen eingerichtete Adresse. Das Opfer erfährt erst etwas von dem Betrug, wenn Inkassoschreiben oder Mahnbescheide per Post an seine Adresse - die Rechnungsadresse - zugestellt werden.

Es kann aber auch sein, dass die Kriminellen ganze Datensätze mit gestohlenen Kontoinformationen von Onlineshops kaufen oder selbst mit erfolgreichen Hackerangriffen auf Onlineshops oder -marktplätzen erbeuten. Weil sie dann Benutzernamen und Passwörter bestehender Konten besitzen, ist der Warenbetrug noch einfacher.

Vor diesem Szenario schützt man sich am besten, indem man bei seinen Konten - wo immer möglich - die Zweifaktor-Authentisierung (2FA) aktiviert, rät die Verbraucherzentrale.

Identitätsklau: Unbedingt Anzeige bei der Polizei erstatten

Betrugsopfer sollten in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten. Das funktioniert nicht nur vor Ort, sondern etwa auch bei den Onlinewachen der Landespolizeien. Anschließend gilt es, sowohl Inkassounternehmen als auch Onlineshops schriftlich zu informieren und die Anzeige mitzusenden.

Zusätzlich sollte man dem Inkassomahnbescheid fristgerecht widersprechen und sich bei Auskunfteien wie Schufa oder Crif informieren, welche Eintragungen es im Zusammenhang mit dem Identitätsmissbrauch gibt beziehungsweise auch dort den Datenklau melden.  © dpa

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