Gesunde Lebensmittel und Irrtümer: Das Maß macht die Musik!

Viel Obst und Gemüse sind ein essenzieller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. Doch aufgepasst: Nicht in jeder Zubereitungsart, nicht in jeder Darreichungsform sind sie auch gut für den Körper! Wir zeigen Ihnen, welche vermeintlich gesunden Lebensmittel Sie mit Vorsicht und Zurückhaltung genießen sollten ...

Knabbern kann zur Sünde werden: Natürlich sind Nüsse nahrhafte Sattmacher, zudem enthalten sie die gesunden, ungesättigten Fettsäuren. Doch von diesem tollen Fett bringen Walnuss, Haselnuss & Co. richtig viel mit. 100 Gramm enthalten bis zu 600 Kalorien.
Milch-Alternativen stehen bei gesundheitsbewussten Menschen hoch im Kurs. Doch aufgepasst: Fertig gemixte Mandelmilch enthält oft Zucker und Guargummi. Auf letzteren Stoff reagieren manche Menschen allergisch. Außerdem ist nicht jede Variante fettarm. Daher: Packung studieren oder selber machen!
Bunt, lecker und auch gesund? Smoothies scheinen eine perfekte (Zwischen-)Mahlzeit zu sein, enthalten sie doch haufenweise Vitamine und Nährstoffe. Allerdings versteckt sich in den Drinks, die pro Portion das gepresste Ergebnis aus mehreren Stücken Obst enthalten, auch jede Menge Fruchtzucker. Daher sparsam schlürfen!
Natürliche Süße fürs Müsli oder gesundes Naschwerk: Trockenfrüchte gelten als hervorragende Alternative zu Schokolade und Keksen und sind gut für die Verdauung. Allerdings enthalten sie auch viel Fruchtzucker. 100 Gramm Trockenobst haben etwa 360 Kalorien.
Es gibt sie aus Roter Bete, Pastinaken und Süßkartoffeln: Gemüsechips klingen so viel gesünder als Kartoffelchips! Leider sind sie das nicht, schließlich werden auch die dünnen Gemüsescheibchen meist frittiert. Hinzu kommt, dass einige Gemüsesorten von Natur aus viel Zucker enthalten.
Sie sind praktisch und schnell zubereitet: Fertig gezupfte und abgepackte Salate werden gern als gesundes Fast Food bezeichnet. Leider bilden sich auf den Blättern schnell Keime, und erhöhte Pestizid- und Chloratwerte sind auch nicht selten. Vom Fertig-Dressing reden wir gar nicht erst ...
Leider ist auch das selbstgemachte Salat-Dressing mit Öl und Balsamico nur bedingt eine bessere Alternative: Denn vielen Balsamico-Essigen wird Zuckerkulör beigemischt, um die typisch dunkle Farbe zu erhalten. Das und die verdickende Maisstärke, die viele Essige enthalten, erhöht die Kalorienanzahl in einem Dressing enorm.
Gesundes Olivenöl plus frisches Basilikum - da kann man nichts falsch machen, oder? Leider doch: Auch grünes Pesto, das viele Pastaliebhaber gerne zu ihren Nudeln essen, ist selten wirklich gesund. Zum einen enthält es die Fettbomben Parmesan und Pinienkerne, zudem werden viele Sorten mit billigem Sonnenblumenöl zubereitet und enthalten teilweise künstliche Aromen und Zucker.
Was denn, Reis? Hülsenfrüchte sind doch gut für mich! - Auf Vollkornreis trifft das auch zu. Doch weißer Reis wurde geschält und enthält daher so gut wie gar keine Nährstoffe mehr. Na schön, er ist kalorienarm und macht satt - aber das war's dann auch schon.
Vollkornprodukte sind natürlich grundsätzlich gesund - vor allem im Vergleich mit hellen Varianten wie weißem Mehl oder weißem Brot. Beim Kauf sollte man jedoch genau auf die Inhaltsstoffe schauen: Längst nicht jedes Vollkornbrot enthält ausschließlich volles Korn - und Zucker wird dem Teig auch häufig beigemischt.
Honig gilt als gesunde Alternative zu herkömmlichem Zucker. Tatsächlich enthält er entzündungshemmende Stoffe und wirkt blutdrucksenkend. Trotzdem ist das flüssige Gold eine hochprozentige Lösung, die aus 80 Prozent Zucker und 20 Prozent Wasser besteht.
Der Energie-Kick zum Frühstück: Haferflocken machen satt und enthalten wenig Fett. Und in Form von Granola-Bars und gebackenem Müsli schmeckt das Ganze richtig lecker! Trotzdem ist es ein kalorienreiches Vergnügen, denn Granola wird mit Honig, Nüssen, Öl und Zucker zubereitet. Ganz schön heftig!
Und noch ein Frühstücksklassiker, der leider nicht hält, was er verspricht: Fettarmer Joghurt verdient seinen Namen nicht. Denn er enthält meist recht viel Zucker. Zudem erliegt man leichter dem Selbstbetrug: Schließlich verputzt man von fettarmen Produkten gerne auch mal größere Mengen.
Abschließend muss aber festgehalten werden: Wer sich bewusst gesund ernährt, macht grundsätzlich erst einmal mehr richtig als falsch. So gilt auch bei den genannten Lebensmitteln, dass Sie mit einer ausgewogenen Ernährung und vor allem dem richtigen Maß Ihrem Körper durchaus Gutes tun und Ihre Gesundheit fördern.