Trotz Verlusten kann die CDU in Sachsen nach den Landtagswahlen ein bisschen aufatmen: Sie bleibt stärkste Kraft. Das sei einzig Ministerpräsident Kretschmer zu verdanken, sagt CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer. Dennoch sei das Ergebnis "schwierig".

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CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen von einem "schwierigen Ergebnis" gesprochen. Der Wahlsieg sei aber dem Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zu verdanken.

"Es ist deutlich gewesen, das war das auch wirklich Tolle an diesem Wahlkampf von Michael Kretschmer, dass es eine klare Abgrenzung gab, aber keine Abgrenzung der Angst", sagte sie am Montag im ARD-"Morgenmagazin" auf eine Frage nach dem starken Abschneiden der AfD.

Die CDU holte in Sachsen laut vorläufigem amtlichen Endergebnis 32,1 Prozent, ein neuer Tiefstand. Die AfD kommt auf 27,5 Prozent, bundesweit ihr bestes Landtagswahlergebnis überhaupt. Damit löst sie die Linke klar als zweitstärkste Kraft ab.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD werde es nicht geben, sagte Kramp-Karrenbauer. Auf die Frage, ob ihre Partei ein Viertel der Wähler außen vor lassen könne, sagte sie: "Ja, wir können." Das habe die Partei in den Gremien bereits festgelegt, und auch Kretschmer habe dies deutlich gemacht.

AKK räumt eigene Patzer ein

Kramp-Karrenbauer räumte auch eigene Patzer ein. "Wir sind ja seit der Bundestagswahl in bewegten Zeiten, auch als CDU. Wir stehen in einem Erneuerungskurs. Und wir haben gewusst, dass dieses Wahljahr kein einfaches wird", sagte die CDU-Vorsitzende.

"Und es gehört zur Wahrheit, dass wir über manche Hürden gemeinsam, auch ich persönlich, nicht so elegant sind, wie das hätte sein sollen."

Auch CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak lobte im Deutschlandfunk den Wahlkampf Kretschmers. Dieser habe redlich zugehört und nichts ausgeblendet. (jwo/dpa)

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