Es dauert nicht mehr lange und Deutschland wählt den Bundestag. Doch was wählen? Um diese Entscheidung zu erleichtern, gibt es jetzt die Wahl-Swiper-App, die im Prinzip wie die bekannte Dating-App Tinder funktioniert.

Das Prinzip kennt man eigentlich schon vom Wahl-O-Mat. Man bekommt aktuelle politische Standpunktepunkte vorgelegt und muss dann entscheiden, ob man mit ihnen übereinstimmt - oder eben nicht.

Bei der neuen Wahl-App Swiper funktioniert das, wie der Name schon sagt, im Swipe-Modus. Das bedeutet, dass man eine Aussage negiert, indem man mit der Hand nach links wischt. In die andere Richtung stimmt man dieser Aussage zu. Dieses Prinzip hat die Dating-App Tinder bekannt gemacht.

Eine Partei nach 30 Fragen

Mit 30 Fragen ist man bei Swiper konfrontiert. Am Ende spuckt die App einen Top-Match aus. Die Übereinstimmung mit anderen Parteien wird mit einer Prozentzahl angegeben.

Das schöne an der Sache: die App registriert nicht nur die Forderungen der großen Parteien, sondern bezieht auch Klein- und Splitterparteien mit ein.

Außerdem wählt man die Parteien, die man mit seinen Aussagen vergleichen will, vor dem Ergebnis aus.

Fragen über Fragen

Soll Edward Snowden politisches Asyl gewährt werden? Soll es eine gemeinsame Armee der EU-Staaten geben? Soll es die Möglichkeit geben, neben der deutschen Staatsangehörigkeit eine weitere zu besitzen? Das sind nur einige der Fragen, die Swiper anbietet.

Zusätzlich zu jeder Frage hat man die Möglichkeit ein kleines Erklärvideo anzusehen. Die sind mal mehr, mal weniger gut gemacht, aber auf jeden Fall eine tolle Ergänzung.

Die App des Berliner Start-Ups Movact ist nicht nur für den einmaligen Gebrauch gedacht. Man kann Ergebnisse speichern und die Fragen immer wieder durchgehen. Swiper vergleicht dann die Ergebnisse für den User über einen längeren Zeitraum.

(luf)