Wütend über das Ergebnis der österreichischen Bundespräsidentenwahl zeigt sich Niki Lauda in einem Interview. Ein blauer Präsident wäre aus seiner Sicht ein "weltweiter Imageschaden", für den er die Regierungsspitze verantwortlich macht.

Erst die Stichwahl am 22. Mai wird die endgültige Entscheidung bringen, aber: Mit 35,5 Prozent nach der Wahl am Sonntag hat FPÖ-Kandidat Norbert Hofer die besten Chancen, neuer Bundespräsident Österreichs zu werden.

"Report" analysiert das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl.

Verärgert darüber zeigte sich Formel-1-Legende Niki Lauda: "Diese Watschen mit dem Hofer ist genau das Resultat der Aktionen unserer Regierung. Irgendwann haben die Leute von diesen ständigen schlechten Kompromissen genug", sagte Lauda in einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich".

Wahlempfehlung gegen Hofer gefordert

Lauda vermisst bei Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) eindeutige Wahlempfehlungen gegen Hofer: "Ich frag' mich, warum Mitterlehner und Faymann nicht wenigstens jetzt Klartext reden. Warum gibt keiner eine Wahlempfehlung ab, um den Hofer abzuwehren? Diese Herumeierei erträgt keiner mehr."

Mit einem blauen Präsidenten kann sich Lauda nicht anfreunden: "Dann sind wir wieder weltweit in den Medien, wie es schon einmal der Fall war - eine Katastrophe. Ein weltweiter Imageschaden für Österreich."

Felix Baumgartner lässt Freude über FPÖ-Triumph freien Lauf.

Lauda fürchtet "Bundeskanzler Strache"

Die Konsequenz? Lauda: "Die müssen die Großparteien sofort ziehen. Mitterlehner und Faymann - nach diesem Debakel müssen beide geschlossen zurücktreten. Wenn sie so weitermachen wie bisher und immer nur Ausreden suchen, ist der Untergang von SPÖ und ÖVP vorgezeichnet", sagte der Mercedes-Chef dem Boulevardblatt.

Der 67-Jährige fürchtet bei der nächsten Nationalratswahl einen ungebremsten Siegeszug von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Nur ein personeller Neustart könne retten, was zu retten sei: "Sonst haben wir spätestens 2018 einen blauen Präsidenten, der einen Bundeskanzler Strache angelobt." (af)