Das gute Abschneiden des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer bei der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl in Österreich beflügelt die deutsche AfD.

"Unser politischer Verbündeter in Österreich hat damit ein weiteres deutliches Zeichen gesetzt, bravo", erklärte das AfD-Bundesvorstandsmitglied und der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, am Montag mit Blick auf den Sieg des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer bei der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl in Österreich.

Hofer sichert sich 36 Prozent - die Pressestimmen zur Wahl.

Dies müsse auch ein Ansporn für die Alternative für Deutschland sein. Schließlich habe auch FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky kürzlich bei einem Treffen mit AfD-Politikern in Brandenburg festgestellt, dass "die tatsächliche politische Wende in Europa" von Deutschland und der AfD ausgehen müsse.

Die erste Runde der Präsidentschaftswahl hatte am Sonntag der rechtspopulistischen FPÖ einen Triumph beschert. Ihr Kandidat Norbert Hofer (45) kam auf rund 35 Prozent.

Er wird sich in der Stichwahl am 22. Mai mit dem Zweitplatzierten, dem Wirtschaftsprofessor Alexander Van der Bellen aus dem Lager der Grünen messen. Der 72-Jährige kam auf 21,3 Prozent.

Die Kandidaten von SPÖ und ÖVP waren spektakulär mit jeweils nur elf Prozent gescheitert. Die unabhängige Ex-Richterin Irmgard Griss hatte 19 Prozent der Wähler überzeugt. Der Bauunternehmer Richard Lugner war bei 2,3 Prozent gelandet. (cai/dpa)

FPÖ-Kandidat Norbert Hofer blickt zuversichtlich in Richtung Stichwahl. Sein deutlicher Sieg am Wahlsonntag dürfte seinem direkten Gegner um den Sessel des Bundespräsidenten, Alexander Van der Bellen, zu denken geben.