München (dpa/kle) - Um das Schicksal einer zum Tode verurteilten Iranerin herrscht Verwirrung.

Sakineh Mahammadi Aschtiani wird beschuldigt, in den Mord an ihrem Ehemann verwickelt zu sein. Deswegen und wegen des Vorwurfs des mehrfachen Ehebruchs wurde sie zur Steinigung verurteilt. Die Strafe wegen des angeblichen Mordes wandelte das Gericht später in eine Haftstrafe um, die Todesstrafe wegen Ehebruchs aber bestätigt. International hatte der Fall für großes Aufsehen gesorgt.

Nun steht die Beschuldigte erneut im Fokus. Nachdem am Donnerstag bekannt wurde, die Frau, ihr Sohn und Anwalt seien frei, werden am heutigen Freitag Zweifel daran laut. Der iranische Sender Press TV meldet, die Frau sei doch nicht auf freiem Fuß. Die gezeigten Bilder ihrer angeblichen Freilassung seien während eines Freigangs in der vergangenen Woche aufgezeichnet worden.

Die in Deutschland lebende iranische Dissidentin Mina Ahadi hofft nach wie vor auf eine baldige Freilassung der Iranerin. Sie habe sogar Hinweise, dass dies bald geschehen könnte.