Die Bundeswehr baucht mehr finanzielle Mittel, um ihre Aufgaben erfüllen zu können: Dieser Meinung ist Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Beim Truppenbesuch in Afghanistan sprach sie sich dafür aus, das im Koalitionsvertrag festgelegte Budget aufzustocken.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hält die im Koalitionsvertrag vereinbarten Mittel für die Bundeswehr für nicht ausreichend.

"Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass der 51. Finanzplan, der die Ausgangsbasis ist, ein gutes Fundament ist, aber nicht reichen wird, um die Trendwenden nachhaltig fortzusetzen, um die Modernisierung der Bundeswehr, aber auch das Auffüllen der Lücken zu erfüllen", sagte die CDU-Politikerin am Sonntag bei ihrem Besuch im deutschen Feldlager im nordafghanischen Masar-i-Scharif.

Defizite in der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr sollen behoben werden

"Und insofern werden wir Jahr für Jahr um die notwendigen Mittel verhandeln müssen, die die Soldatinnen und Soldaten brauchen, um ihre Aufträge auch erfüllen zu können."

Union und SPD hatten vereinbart, eine Milliarde zusätzlich in die Truppe in den kommenden Jahren zu investieren. Zudem sollen zusätzlich frei werdende Finanzmittel prioritär in die Truppe gesteckt werden.

Der Bundeswehrverband und der Wehrbeauftragte hatten die Vereinbarungen bereits als unzureichend kritisiert.  © dpa

Als eine ihrer ersten Amtshandlungen genehmigt die Bundesregierung ein millionenschweres Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien, das die Kriegsallianz im Jemen anführt. Eigentlich sollte vom Koalitionsvertrag ein Zeichen in die andere Richtung ausgehen.