Donald Trump setzt neue Schwerpunkte in der Sicherheitsstrategie der USA. Sein - bekanntes - Motto dabei: "America first."

Heimatschutz, Grenzsicherheit sowie Sicherheit durch wirtschaftliche Stärke sind zentrale Punkte der nationalen Sicherheitsstrategie von US-Präsident Donald Trump, die er an diesem Montag (20 Uhr MEZ) in einer Rede vorstellen will.

Diese Bereiche würden in dem Dokument deutlich stärker betont als unter früheren Präsidenten, sagte ein hoher Regierungsbeamter am Sonntag.

Anders als sein demokratischer Vorgänger Barack Obama identifiziert Trump Klimawandel nicht als Bedrohung für die nationale Sicherheit. In dem Strategiepapier wird den Angaben zufolge aber die Bedeutung des Umweltschutzes betont.

"Amerika zuerst" aber nicht "Amerika allein"

Insgesamt spiegelt das Dokument die "America First"-Strategie (Amerika zuerst) des Republikaners in den ersten elf Monaten des Jahres wider, wie der Beamte erläuterte.

Demnach fußt es in großen Teilen auf der Erkenntnis, dass sich die globale Balance zu Lasten der USA verschoben habe. Die Strategie solle helfen, dies zu korrigieren und zugleich neuen Bedrohungen wie etwa durch radikalen Islam gerecht zu werden.

"Amerika zuerst" bedeute aber nicht "Amerika allein", sagte der Beamte. Das Ziel nationaler und kollektiver Sicherheit erfordere eine enge Zusammenarbeit mit traditionellen Verbündeten, aber auch - soweit möglich - mit China und Russland.

China wird den Angaben zufolge in dem Dokument als "strategischer Konkurrent" und ebenso wie Russland als "revisionistische Macht" definiert, Nordkorea und der Iran werden als "Schurkenstaaten" eingeordnet.

Insgesamt beruht die Strategie dem Beamten zufolge auf vier Säulen: dem Schutz des US-Heimatlandes, der Förderung amerikanischen Wohlstandes und wirtschaftlicher Sicherheit, Friedenssicherung durch militärische Stärke und einer Vergrößerung des amerikanischen Einflusses in der Welt.

Präsidenten sind per Gesetz verpflichtet, in Abständen ihre Sicherheitsstrategie darzulegen. Nach Angaben des Beamten war Trump intensiv in die Ausarbeitung des Dokuments involviert.

Dank CIA-Informationen konnten russische Sicherheitskräfte mutmaßliche Terroristen festnehmen. Russlands Präsident Wladimir Putin hat Donald Trump in einem Telefonat gedankt.




© dpa