US-Präsident Donald Trump hat dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vorgeworfen, sich in die Iran-Politik der Vereinigten Staaten einzumischen.

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US-Präsident Donald Trump hat den französischen Präsidenten Emmanuel Macron für dessen Vermittlungsversuche im Iran-Konflikt kritisiert.

Trump beklagt sich über Einmischung Frankreichs

Trump beklagte sich am Donnerstag auf Twitter mit Blick auf den Iran-Konflikt über "all jene, die behaupten, dass sie uns vertreten, darunter Frankreichs Präsident Macron". Trump schrieb weiter: "Ich weiß, dass Emmanuel es gut meint, wie alle anderen, aber niemand spricht für die Vereinigten Staaten außer den Vereinigten Staaten selbst."

Der französische Präsident versucht derzeit, im Streit mit dem Iran zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. Erst vor wenigen Tagen hatte Macron den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani in einem Telefonat dazu angehalten, Spannungen im Verhältnis mit den USA zu entschärfen. Ob sich Trump mit seiner Kritik auf Macrons allgemeine Vermittlungsbemühungen bezog oder Anstoß an einer konkreten Aktion oder Aussage des Franzosen nahm, war zunächst unklar.

USA waren 2018 aus Atomabkommen ausgestiegen

Trump hatte im Mai 2018 den Ausstieg seines Landes aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran verkündet. Er verfolgt seitdem eine Politik des maximalen Drucks gegen Teheran, seine Regierung verschärfte mehrfach die Sanktionen.

Die verbliebenen Vertragspartner - China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland - versuchen, das Abkommen zu retten. Dies sollte es dem Iran mit strengen internationalen Kontrollen unmöglich machen, Atomwaffen zu entwickeln. Mit dem Zahlungsmechanismus Instex wollen Frankreich und Deutschland es europäischen Unternehmen zudem ermöglichen, trotz der US-Sanktionen weiter Handel mit dem Iran zu treiben.

Frankreich richtet Ende August G7-Gipfel aus

Frankreich richtet Ende des Monats einen G7-Gipfel in Biarritz aus. Das Treffen soll nach Angaben der französischen Regierung auch Gelegenheit geben, sich im Iran-Konflikt auszutauschen. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, dass Frankreich plane, Ruhani zu dem Gipfel einzuladen. Diese wurden bereits dementiert. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums sagte am Donnerstag in Washington, ihres Wissens nach handele es sich nur um Gerüchte, die nicht zuträfen.

Im Zuge des Konflikts mit dem Iran gab es in den vergangenen Wochen wiederholt Spannungen und Zwischenfälle in der Golfregion. So beschlagnahmte der Iran mehrere Öltanker in der strategisch bedeutenden Straße von Hormus.

Großbritannien hat die Bereitschaft signalisiert, sich den USA bei einer Militärmission am Persischen Golf anzuschließen, um Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu schützen. Andere europäische Länder wie Deutschland erteilten der Forderung der USA nach einer Beteiligung an einer solchen Mission jedoch eine Absage. (mgb/dpa/afp)

Großbritannien lehnt einen Tanker-Tausch mit Iran ab

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hatte vergangene Woche einen Tausch der gegenseitig festgehaltenen Öltanker vorgeschlagen.