Vor dem Start der Kieler Woche ist das traditionelle Nato-Manöver "Baltops" in der Ostsee am Freitag in Kiel zu Ende gegangen. "Baltops macht uns als Team stärker", sagte der Kommandeur der 6. US-Flotte, Vizeadmiral Thomas Ishee, in Kiel. Die Nato präsentiere sich bereit. Im September ist mit "Northern Coasts" ein zweites internationales Manöver im Ostsee-Raum geplant, an dem 15 Nationen und fast 40 Schiffe und Flugzeuge teilnehmen sollen.

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Seit dem 4. Juni hatten 50 Schiffe und Boote, 45 Flugzeuge und rund 6000 Soldaten aus 19 Nato-Staaten und Schweden in der Ostsee die Sicherung der freien Seewege trainiert. Das unter Führung der US-Navy stehende jährliche Manöver fand bereits zum 52. Mal statt.

Mit Blick auch auf das im Herbst geplante Manöver sagte Marineinspekteur Jan Christian Kaack: "Letztendlich tragen beide Übungen dazu bei, dass wir deutlich machen, wir geben keinen Zentimeter her. Und: nicht während unserer Wache, Herr Putin." "Northern Coast" werde größer als je zuvor in der bis 2007 zurückgehenden Geschichte des Manövers. Zur Zahl der teilnehmenden Soldaten konnte die Marine noch keine Angaben machen.

Während die Nato in den vergangenen Tagen auf der Ostsee trainierte, waren auch russische Einheiten in der Nähe. Sie absolvierten Routine-Manöver, wie Ishee beobachtete. "Nicht mehr und auch nicht weniger aggressiv als in der Vergangenheit." Ähnlich wie es erwartet worden sei.

Vor dem offiziellen Start der Kieler Woche am Samstagabend war der Marinestützpunkt am Freitag voll wie längere Zeit nicht mehr. Nach Marineangaben machten dort rund 40 Schiffe und Boote fest, darunter neben einem US-Zerstörer unter anderem auch das amerikanische Führungsschiff "Mount Whitney".  © dpa

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