Ursula von der Leyen wird 60: Das Leben der Ministerin in Bildern

Ursula von der Leyen feiert Geburtstag. Die amtierende Verteidigungsministerin wird 60. Jahre alt. Wir blicken auf ihr Leben und ihre Karriere zurück.

Geboren wird die spätere Bundesverteidigungsministerin 1958 als Ursula Gertrud Albrecht in Brüssel (Belgien). Von ihrer Familie wird die junge Frau oft "Röschen" genannt.
Den Großteil ihrer Kindheit verbringt Ursula von der Leyen in Belgien. Erst 1971 zieht die Familie nach Deutschland. Kurz zuvor stirbt ihre zwei Jahre jüngere Schwester Eva-Benita an Lymphdrüsenkrebs.
Ihre Mutter Heidi-Adele ist Hausfrau. Ihr Vater Ernst Albrecht bekleidet von 1976 bis 1990 das Amt des niedersächsischen Ministerpräsidenten.
1976 mach die junge Frau ihr Abitur. Im Jahr darauf nimmt sie ein Studium der Volkswirtschaft auf. Im Jahr 1980 beginnt sie Medizin zu studieren.
Noch während ihres Studiums heiratet sie 1986 Heiko von der Leyen und nimmt dessen Namen an. Bis heute sind die beiden verheiratet. Das Paar hat insgesamt sieben Kinder miteinander.
1991 promoviert sie zur Doktorin der Medizin. 2015 werden Vorwürfe laut, dass von der Leyen in ihrer Dissertation plagiiert habe. Die Medizinische Hochschule Hannover stellt später klare Mängel bei der Arbeit fest, beschließt 2016 aber ihr den Doktortitel nicht abzuerkennen.
Ihre politische Karriere startet 1990 mit ihrem Eintritt in die CDU. Von 2001 bis 2004 ist sie als Kommunalpolitikerin in Sehnde (Niedersachsen) aktiv. 2003 wird sie unter Ministerpräsident Christian Wulff Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit in Niedersachsen.
Nur zwei Jahre später wird Ursula von der Leyen Mitglied des Kabinettes Merkel I. Nach der Bundestagswahl 2005 übernimmt sie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von Renate Schmidt. Das Foto zeigt sie vor der Ernennung der Minister durch den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler.
Während ihrer Zeit als Bundesfamilienministerin setzte die CDUlerin unter anderem die Einführung des Elterngelds durch.
Nach dem Wahlsieg der CDU wechselt von der Leyen im November 2009 das Ressort und wird Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Nur wenige Tage vor ihrer Ernennung war der bisherige Amtsinhaber Franz Josef Jung (CDU) zurückgetretten.
Im Jahr darauf wählte die CDU die Ministerin zu ihrer stellvertretenden Parteivorsitzenden. Bis heute ist Ursula von der Leyen Mitglied des Parteivorstands.
Auch nach der Wahl 2013 übernimmt von der Leyen ein neues Ministerium. Im Dezember des Jahres löst sie Thomas de Maizière als Verteidigungsministerin ab.
Ihre Karriere als Verteidigungsministerin verläuft nicht störungsfrei. So stolpert sie beispielsweise über die sogenannte G36-Affäre. Auch abseits der Probleme mit dem Standardgewehr der Bundeswehr werden immer wieder Ausrüstungsmängel bei der Truppe publik.
2017 sorgt der Fall um den Bundeswehrsoldaten Franco A. Aufsehen. Der Oberleutnant war verdächtigt worden, rechtsextrem motivierte Terroranschläge geplant zu haben. Die Affäre löste eine breite Diskussion über rechte Umtriebe innerhalb der Bundeswehr aus.
Dennoch wird die CDUlerin auch nach der Bundestagswahl 2017 erneut als Verteidigungsminsiterin vereidigt.
Im September 2018 werden erneut Vorwürfe gegen die Ministerin laut. Wie der "Spiegel" berichtete soll das Verteidigungsministerium rechtswidrig millionenschwere Verträge an exteren Unternehmensberater vergeben haben.
Die Affäre könnte ernste Konsequenzen für die Verteidigungsministerin nach sich ziehen. Wie sie sich weiterentwickelt, bleibt aktuell abzuwarten.