Damit haben sicherlich weder Christian Ude noch die dafür verantwortliche Werbeagentur gerechnet: Das Plakat, das eine Salzburger PR-Firma für den anstehenden Wahlkampf des Spitzenkandidaten der SPD für die Landtagswahl in Bayern entworfen hat, entwickelte sich binnen kürzester Zeit zum Renner im Internet und in den sozialen Netzwerken.

Die österreichische Agentur hatte sich eine pfiffige Plakat-Idee einfallen lassen. Ude, der als Kontrahent von CSU-Chef Horst Seehofer ins Rennen um das Ministerpräsidentenamt geht, hält auf den Werbeschildern im wörtlichen Sinne "Wort" - seine Verlässlichkeit will der Spitzenkandidat der SPD damit unterstreichen, dass er das Wort "Wort" in Händen hält.

Diese Vorlage griff die Jugendredaktion der "Süddeutschen Zeitung" gerne auf: Ganz in der Tradition der Propaganda-Plakate nordkoreanischer Despoten legte "jetzt.de" Christian Ude alternative Begriffe in die Hand. Ähnlich wie der inzwischen verstorbene nordkoreanische Diktator Kim Jong-Il, der wie sein Sohn und Nachfolger Kim Jong-un auf zahlreichen Illustrationen "Dinge ansieht" (Kim Jong Il looking at things) oder "auf Dinge schaut", hält der SPD-Ministerpräsidentenanwärter verschiedenste Dinge in der Hand. Ob sich der Coup der Salzburger Agentur letztlich positiv auf Udes Wahlergebnis auswirken wird, ist offen - eine lebhafte Debatte ist dem Spitzenkandidaten allerdings jetzt schon sicher. (mf)

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