Bei der Militäroperation der Türkei gegen kurdische Milizen in Nordwestsyrien kommen nach Ansicht des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan keine Zivilisten zu Schaden.

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Die türkische Armee habe "kein Blut von Frauen, kein Blut von Unschuldigen an den Händen und das wird auch nie passieren", sagte Erdogan am Freitag vor Bürgermeistern seiner islamisch-konservativen AKP in Ankara.

"Unser Volk und unsere Armee haben definitiv kein Kinderblut an den Händen." Erdogan sagte, die türkische Armee gehe mit Bedacht vor, um zivile Opfer zu vermeiden.

USA fordert die Türkei auf, "zivile Opfer zu vermeiden"

Die Sprecherin des US-Außenministeriums Heather Nauert hatte am Mittwoch gesagt, Washington habe "enorme Sorge" über den Tod von Zivilisten und fordere die Türkei dazu auf, mehr zu tun, "um zu versuchen, zivile Opfer zu vermeiden."

Die am vergangenen Samstag begonnene Offensive richtet sich gegen die mit den USA verbündeten kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) in der nordwestsyrischen Region Afrin.

Die Türkei sieht die YPG als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation.

Ausweitung der Offensive

Trotz wiederholter US-Kritik hielt Erdogan auch am Freitag weiter an einer Ausweitung der Offensive auf die ebenfalls kurdisch kontrollierte Stadt Manbidsch und die Region östlich von Afrin fest.

Die Offensive werde fortgesetzt "bis wir unsere Ziele erreicht haben", sagte Erdogan. Danach werde die Türkei Manbidsch "von Terroristen säubern", sagte er. "Und dann werden wir unseren Kampf so lange fortsetzen, bis bis zur irakischen Grenze kein einziger Terrorist übrig bleibt."  © dpa

Der Türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan spricht in Ankara (Türkei) am 24.01.2018 vor Lokalpolitikern. Die türkische Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG im nordsyrischen Afrin wird nach den Worten von Erdogan fortgesetzt.