In Paris hat die Polizei einen Mann festgenommen, der in Verbindung zu den Terroranschlägen vom 13. November stehen soll. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft von Paris.

Der Verdächtige ist 29 Jahre alt und sei in einem Haus in Villiers-sur-Marne festgenommen worden, berichtet "France 24". Bei den Terrorattacken vom 13. November waren 130 Menschen getötet und über 350 verletzt worden.

Die Attentäter um den mutmaßlichen Drahtzieher Abdelhamid Abaaoud hatten sich auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" berufen. Abboud war bei einem Polizeieinsatz bei Saint-Denis im Norden von Paris getötet worden.

Der Belgier Abdeslam Salah gilt ebenfalls als einer der Attentäter von Paris. Nach dem 26-Jährigen wird weiterhin international gefahndet.

Vor rund einer Woche hatten Ermittler den dritten Selbstmordattentäter aus dem Konzertsaal "Bataclan" identifiziert.

Dabei soll es sich um einen 23-jährigen aus Straßburg gehandelt haben, der Ende 2013 nach Syrien gereist war. Foued Mohammed Aggad stamme aus dem Stadtteil La Meinau, das zum Teil zu den sozialen Problemvierteln Straßburgs gehört, vermeldete AFP.

Weitere Festnahmen in Lille

Mit dem 29-jährigen Omar Ismaïl Mostefai und dem ein Jahr jüngeren Samy Amimour waren zuvor bereits zwei weitere "Bataclan"-Geiselnehmer identifiziert worden.

Zudem sollen im Norden Frankreichs bei Lille zwei weitere Terrorverdächtige festgenommen worden sein.

Der Mann und die Frauen sollen in Verbindung zu dem Anschlag auf das Satire-Magazin "Charlie Hebdo" im Januar stehen. Das berichtet "Radio Télévision Suisse" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft von Lille.

Die Verdächtigen sollen demnach dem Attentäter Amedy Coulibaly dabei geholfen haben, Waffen für den Anschlag zu besorgen, bei dem zwölf Menschen getötet worden waren. (mwo)