Am Samstag hätte der Abzug der IS-Extremisten aus Damaskus beginnen sollen. Doch das wichtige Abkommen zwischen dem syrischen Regime und IS-Kämpfer wurde kurzfristig gestoppt.

Entnahme soll sogar bei lebendigen Menschen geschehen.

In der syrischen Hauptstadt Damaskus wurde eine bislang einmalige Aktion zum Abzug von IS-Kämpfern und anderen Extremisten auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die von den Vereinten Nationen vermittelte Einigung sieht vor, dass die insgesamt etwa 3.500 Dschihadisten und angehörige Zivilisten Viertel am Rand der Hauptstadt verlassen.

"Deal nicht abgesagt"

"Der Deal wurde wegen logistischen Schwierigkeiten ausgesetzt, aber nicht abgesagt", berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die ihre Informationen durch ein Korrespondentennetz im Land bezieht.

Demnach konnten die IS-Dschihadisten die Sicherheit der Busse, die die Kämpfer in ihre Hochburg Al-Rakka bringen sollten, nicht gewährleisten.

Wie "Spiegel Online" dagegen berichtet, soll der Tod eines der wichtigsten Führer der Rebellenfront der Grund dafür gewesen sein. Sahran Alusch war am Freitag bei einem Luftangriff ums Leben gekommen.

Das Abkommen mit Syriens Regime sieht neben dem Abzug der Dschihadisten auch vor, dass der IS seine Waffen und Militärfahrzeuge zerstört. Das Abkommen solle die IS-Präsenz in Damaskus beenden, so die Beobachtungsstelle.

Die Extremisten hatten von den Stadtvierteln Al-Hadschar al-Aswad und Al-Kadam aus das benachbarte palästinensische Flüchtlingslager Jarmuk angegriffen.

Im schwierigen syrischen Friedensprozess zeigte sich der Außenminister des Regimes, Walid al-Muallim, bei einem Besuch in Peking zu Friedensverhandlungen mit den Regimegegnern bereit.

Die Regierung wolle an einem innersyrischen Dialog "ohne jegliche ausländische Einmischung" teilnehmen, sagte er nach Angaben der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana vom Donnerstag.

Die internationale Gemeinschaft hatte sich bei Treffen in Wien und in New York auf neue Friedensverhandlungen festgelegt. (far/dpa)